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Knüpfen - Übersicht

  • Material Übersicht
  • Diverse Knüpf-Techniken
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    Knüpfen

    Knüpfen ist ein grosser Überbegriff und die Grenzen der Untergruppen sind sehr schwankend. Da man im Scoubidou genauso Makramee Knoten findet, wie in vielen Freundschaftsbänder. Es heisst z.B. wir knüpfen ein Armband in einer besonderen Makramee Technik und das heisst Scoubidou. Makramee hiess es gestern, heute heisst es Scoubidou, diesmal mit Plastik und oft sehr viel feiner.  

    Material Übersicht

    Ein Seil ist ein aus zusammengedrehten Natur- oder Kunstfasern oder Drähten bestehendes längliches, biegeschlaffes, elastisches Element, das meist zur Übertragung von Zugkräften, aber auch zu einer Vielzahl anderer Zwecke verwendet wird.

    Die Bezeichnung Seil wird gleichermaßen für Seile aus Natur- und Kunstfasern wie auch für Drahtseile verwendet. Seile werden umgangssprachlich auch als Strick oder bei geringem Durchmesser als Schnur oder, wenn kurz und dünn, als Kordel bezeichnet. Faden, Garn, Zwirn werden nicht zu den Seilen gezählt und sind vielfältige Produktionsmittel, welche keine mehrstufige Verzwirnung aufweisen. Auch bei dem stärkeren Tau und der schweren Schifftau (Trosse) wird nicht von einem Seil gesprochen.

  • Naturfaser-Seile werden aus folgenden Faserpflanzen hergestellt:(Baumwolle), Flachs, Hanf, Kokos, Manila und Sisal
  • Kunstfaser-Seile haben folgendes Ausgangsmaterial (Produktbeispiele): Aramid (Technora/Twaron/Nomex/Kevlar), Polyester, Polyamid (Nylon, DeDeRon, Perlon), Polypropylen, Polyethylen (Dyneema/Spectra) sowie Poly (p-phenylen-2,6-benzobisoxazol) (Zylon)
  • Metall- bzw. Drahtseile werden aus Stahl oder Edelstahl hergestellt, für Elektrische Leitungen werden auch Seile aus Kupfer, Messing, Aluminium und Speziallegierungen verwendet.

  • Jetzt stelle ich die wichtigsten Schnürre/Faden/Seile vor, welche zum Basteln sehr geeignet sind.  

    Scoubidou Band

    Link auf die Scoubidou Seite, mit Material Erklärung und den einfachsten Knoten  

    Velourband / Alcantara

    Velourband, -leder

    Veloursleder ist ein Sammelbegriff für Lederarten mit rauer Gebrauchsfläche. Allen Veloursledern ist gemein, dass diese Oberfläche direkt aus den Fasern der Retikularschicht der tierischen Haut entsteht – wogegen bei Nubukledern nur die oberste Hautschicht (der sog. Narben) leicht angeschliffen wird.

    Unterscheidungen können, wie immer bei Ledern, nach Einsatzzweck (Schuhvelours, Bekleidungsvelours usw.), Rohwarenart (Schweinsvelours usw.), Qualität (Velours, Spaltvelours) usw. getätigt werden.

    Für Veloursleder wurden schon immer Rohwaren schlechter Oberflächenqualität verwendet, da in den Folgeprozessen ja die oberste Hautschicht abgestoßen oder abgeschliffen wird, oder gar die Innenseite (Fleischseite) der Haut als Oberfläche veredelt wird.

    Velours (aus dem Französischen für Samt) ist die Bezeichnung für ein textiles Produkt mit flauschiger Oberfläche.

    Unterschieden wird bei den Veloursarten nach dem Typ der Flächenware:

    Bei Velours-Gewebe werden nach dem Weben die Schlingen aufgeschnitten und stehen dann rechtwinklig vom Gewebe ab. Dieser aufstehende Flor ist länger als beim Samt, der ansonsten gleich hergestellt wird. Beim Plüsch ist der Flor noch länger.

    Bei Velours-Teppich handelt es sich um Tufting, ein genadeltes Textil, bei dem die Schlingen aufgeschnitten sind.

    Je länger der Flor (oder Pol), desto weicher wird das Textil, dafür droht der Flor dauerhaft abzuknicken. Bei Sitzbezügen äußert sich das als Sitzspiegel, bei Teppichen entstehen Spuren, wenn z. B. ein Tisch längere Zeit am selben Ort steht.

    Mit der Zeit kann Velours seinen Flor verlieren, da dieser ja aufgeschnitten wurde und so lose im Gewebe liegt. Man versucht dies auf der Rückseite mit einer Fasereinbindung aus Kunstlatexdispersionen (z. B. SBR, EVA oder Acrylat) zu verhindern.

    Velours wurde in den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre häufig als Sitzbezugsstoff oder in Personenkraftwagen als Innenraumauskleidung verwendet. © wikipedia.com
    Velourband
    Bild: www.amazon.com

    Alcantara

    Alcantara ist der Handelsname eines auf Polyester und Polyurethan basierenden Mikrofaservliesstoffs. In Japan wird Alcantara auch „Ecsaine“ genannt, in den USA kennt man es als „Ultrasuede“. Es wird manchmal fälschlicherweise als „Leder“ oder „Wildleder“ bezeichnet.

    Die Alcantarabänder gibt es verschiedenen Farben, sie sind rechteckig und sehen aus wie Wildlederbänder, bestehen aber aus einem geschmeidigen Veloursmaterial. Die weichen, flachen Bänder eignen sich besonders gut für Flecht- und Knüpfarbeiten, z.B. für Gürtel, Taschen oder Accessoires für Kleidungsstücke. Wir kennen das Material sicher auch von den Polstergruppen bezugs, da es wie Leder aussieht und Widerstandsfähigkeit wie Mikrofaservliesstoff ist.

    Der Stoff wurde 1970 von Miyoshi Okamoto von der japanischen Toray Industries entwickelt und zusammen mit der Gruppo ENI zur Marktreife gebracht. Ziel war es, ein Textil zu entwickeln, welches von seinen Eigenschaften her das stets knappe Leder ersetzen konnte. Der Stoff wird in Lizenz seit 1974 ausschließlich in einem italienischen Werk der Alcantara S. p. A. in der umbrischen Stadt Terni produziert.

    Durch Extrusion lässt sich aus den beiden miteinander vermischten Grundkomponenten ein extrem dünner Faden herstellen, aus dem sich besonders weiche und anschmiegsame Materialien produzieren lassen, die in ihrer Oberflächenbeschaffenheit an Veloursleder erinnern. Der Herstellungsprozess von Alcantara ist aufwändig und zeitintensiv, das Material ist ebenso teuer wie hochwertig und kann keinen Preisvorteil gegenüber Leder bieten. Durch die industrielle Herstellung wird eine gleichmäßige qualitative Beschaffenheit des Materials erreicht. Als Vorteil ergibt sich daraus ein geringer Verschnitt im Verarbeitungsprozess. Alcantara wird in verschiedenen Breiten als Meterware verkauft.

    Alcantara kommt in verschiedenen Bereichen der Textilverarbeitung zum Einsatz, so zum Beispiel für Bekleidung und als Gebrauchstextilie in der Möbelindustrie und für Automobil-Innenausstattungen. Das Textil fühlt sich sehr weich an, ist antistatisch, strapazierfähig, reinigungsfreundlich, atmungsaktiv, elastisch, allergieneutral und l ässt sich leicht und faltenfrei aufspannen. Außerdem bietet es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in der Farbgebung.

    Seit den 1980er Jahren wird Alcantara auch in der Autoindustrie für Inneneinrichtungen angeboten. Heute verwenden die meisten Automobilhersteller bei höheren Ausstattungslinien, Sondermodellen oder ohnehin teuren Modellen, zumindest stellenweise Alcantara für Sitzbezüge, Verkleidungen, Säulen, Dachhimmel, Armaturenbretter, Hutablagen usw. Die zeitlich längste und häufigste Verwendung fand Alcantara hierbei beim italienischen Hersteller Lancia, bei dem seit den 1980er Jahren bis heute jedes Modell auch mit Alcantara-Ausstattung angeboten wurde.

    Gegenüber Autoleder ist Alcantara atmungsaktiver, rutschhemmend und bis auf eine eventuell nötige Reinigung pflegefrei. In Sportwagen wird das Material auch zum Zwecke der Gewichtsreduzierung verwendet, da es nicht nur rutschfester, sondern auch leichter als herkömmliches Leder ist. © wikipedia.com
     

    Lederband

    Unter Lederband versteht man Echtlederband aus hochwertigem Rinds-, Ziegenhaut usw. Es ist in diversen Breiten erhältlich, flexibel, beständig, hat eine glatte Oberfläche ist mittelstark belastbar und hat einen leichten Ledergeruch.

    Das Leder geeignet sich für verschiedenste Anwendungen wie Halsketten, Armbänder, im Reitsport, für den Bereich Mittelalter, sonstige Bastelarbeiten.
    Lederriehmen LederbandLederband
    Bild: www.amazon.com


     

    Garn

    Garn (bei tierischer Herkunft umgangssprachlich auch Wolle genannt) ist nach DIN 60900 ein Sammelbegriff für alle linienförmigen textilen Gebilde. Danach ist ein Garn sinngemäß ein langes, dünnes Gebilde aus einer oder mehreren Fasern. Es ist ein textiles Zwischenprodukt, welches zu Geweben, Gestricken, Gewirken und Stickereien verarbeitet werden kann oder auch zum Nähen verwendet wird. © wikipedia.com

    Beliebt ist das sogenannte 'Schulgarn', da es hochwertiges Garn aus 100% Baumwolle ist. Es ist etwas dicker und ideal für Bastelarbeiten in der Schule oder zuhause.
    Schulgarn
    Bild: www.shop.bastelprofi.ch


     

    Jutegarn / Juteseil / Juteschnur

    Für die ursprünlinge Makramee Arbeiten wurde das etwas raue Jutegarn gebraucht. Auch wird Jutegarn gerne im Garten oder für allgemeine Dekorationen verwendet.

    Jute ist eine einjährige Pflanze (Kraut, Strauch). Sie gehört zur Gattung Corchorus, von der vor allem zwei Arten Corchorus capsularis und Corchorus olitorius zur Fasergewinnung genutzt werden. Die Stängellänge – und damit die Faserlänge – liegt bei 1,50 bis über 3 m. Ursprünglich stammt die Jute aus den Ländern des Mittelmeerraumes und kam von dort nach Asien, insbesondere Indien und Pakistan. Sie benötigt ein immerfeuchtes, tropisches Klima (optimale Temperatur 27 bis 31 °C, Niederschlag > 1.500 mm/Jahr). Corchorus olitorius ist im tropischen Afrika und Asien heimisch. Die Früchte sind giftig.
    © wikipedia.com

    Jute wird seit Jahrhunderten traditionell für die Herstellung von Verpackungsmaterialien wie Sackleinen, Seilen, Bindfäden, Teppichrücken, Tüchern usw. verwendet.

    Dieser Markt an konventionellen Produkten war lange Zeit rückläufig; es wurden daher in letzter Zeit neue Technologien entwickelt, um die Rationalisierung, die Produktivität und auch die Wertschöpfung in den Ursprungsländern zu verbessern.

    Heute kann eine Vielzahl an aktuellen, innovativen, neuen Produkten aus Jute zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden.
    © jute-swiss.ch
    Jutegarn Jutegarn
    Bild: de.dawanda.com
    Juteseil

    Jutezwirn eignet sich besonders gut für die Gartenarbeit. Wird aber zunehmend beliebter für Basteln, Dekoration und Floristik. Es eigentlich recht reissfest ist und ein 100% Naturprodukt z.b bei Heutieren ideal, da es kompostiert werden kann.
    Jutezwirn
    Jutezwirn - webkante.ch

     

    Samtband

    Samt, altertümlich auch Sammet (von griechisch ἑξάμιτος (hexamitos), "sechsfädig") ist ein Gewebe mit einem darüberliegenden, eingearbeiteten Fadenflor. Die geschichtliche Entwicklung des Samtes war immer eng mit der Seidenweberei verbunden, zu Beginn insbesondere mit dem mittelalterlichen Samit, einem mehrfarbigen, gemusterten Seidengewebe ohne Flor. © wikipedia.com

    Samtband
    Bild: stoffkiste.ch

     

    Satinband

    Satin [saˈtɛ̃] ist ein Gewebe, welches in Atlasbindung hergestellt wird. Dadurch ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Je nach Faserart und Garn kann Satin leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein.

    Obwohl Satin aus beliebigen Fasern gewebt werden kann, werden endlose Fasern (Filamente) wie Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt, da diese den Glanz zusätzlich steigern. Satin aus diesen Materialien findet vor allem für Abendkleidung, Unterwäsche, Miederwaren und seltener für Bettwäsche Verwendung. Die Glattheit der Oberfläche macht ihn auch als Futterstoff sehr geeignet. Baumwollsatin, nach einer besonderen ägyptischen Baumwollart auch Mako-Satin genannt, ist als Bettwäsche- und Vorhangstoff beliebt; Wollsatin (Charmelaine) ist heute eher selten zu finden. Varianten des Satins sind Moleskin, Duchesse und Crêpe Satin.
    © wikipedia.com
    Satinband Satinband
    Bild: stickversand.de   und Bild 2: amrita.de


     

    Nylon Band

    Nylon und Perlon - die ersten Polyamide

  • Nylon, der Traum in Form von dünnen Strümpfen (Nylons), wurde in den 1930er-Jahren entwickelt und ist die erste vollsynthetische Faser. Die genaue Bezeichnung dieses Polyamids (PA) lautet Polyhexamethylenadipinsäureamid und konnte zu Fäden weiterverarbeitet werden. Diese sind feiner als Seide und fester als Baumwolle. Die Festigkeit wird übrigens nicht nur für feine Strümpfe ausgenutzt, sondern auch für die Produktion von Fallschirmen. Heute werden jedoch auch weitere Artikel wie zum Beispiel die Borsten von Zahnbürsten oder auch Teile von Gleitschirmen aus Nylon hergestellt.
  • Nahezu zeitgleich gelang die Entwicklung von Perlon, das zwar aus anderen Ausgangsstoffen besteht, aber in etwa die gleichen Eigenschaften wie Nylon aufweist.
  • Auch Kletterseile werden heute aus Polyamiden hergestellt. Sie sind enorm reiß- und abriebfest. Durch ihre Elastizität können sie einen Sturz abfedern. Und natürlich wiegen sie wenig und sind damit leicht zu tragen.
  • Viele Polyamide tragen - je nach Hersteller - geschützte Handelsnamen. Weniger bekannt ist, dass es auch natürliche Polyamide gibt wie zum Beispiel Haare oder Wolle
  • © helpster.de

    Nylon Band    Nylon Band
    Bild: amazon.de

     

    Paracord (Nylonseil)

    Diese Nylonseile dienten vorwiegend Fallschirmspringern als nützliche Überlebenshilfe, die sie praktisch am Handgelenk auch zu schwierigsten Einsätzen mitnehmen können. Mittlerweile ist Paracord längst über die Fallschirmspringer- und Survivalszene hinausgewachsen. Das Material wurde entdeckt, um daraus trendige Schnüre aller Art zu fertigen – ein Trend, der jetzt auch bei uns angekommen ist. Von Hundehalsbänder, Gürtel, Schmuck usw. ist heute alles möglich.

    Paracord
    Bild: amazon.de

    Paracord
    Bild: blog.swiss-paracord.ch

     

    Hanf

    Hanf (Cannabis) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hanfgewächse. Hanf zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Verschiedene Produkte aus Hanfpflanzen werden ebenfalls als Hanf bezeichnet, besonders die Hanffasern. Neben dem Gebrauch als Faser- und Ölpflanze wird Hanf auch, meist in Form von Marihuana und Haschisch, als Rauschmittel und Arzneimittel verwendet. Zudem ist Hanf ein wichtiger nachwachsender Rohstoff und findet in der Bauindustrie Verwendung.
    © wikipedia.com

    Hanfschnur ist eigentlich unsere 'Haushaltsschnur von dazumal'. Es ist die Recyclingschnur, in diversen Farben erhältlich, ca. 1.5 - 2mm dick. Reissfest ca. 12 - 15 kg, pro Knäuel ca. 160-200m lang.

    Hanfschnur
    Bild: amazon.de

    Dichtungshanf oder Werg, ist eine niedere Faserqualität, die beim Hecheln von Bastfasern wie Leinen, Hanf oder Jute anfällt. Es besteht aus kurzen Faserstücken in Wirrlage und ist meistens durch Schmutz und Schäben verunreinigt. Es stellt ein Nebenprodukt der Langfaserproduktion dar. Es wird als Dichtungsmittel bei der Wasser- und Gasinstallation eingesetzt. Da es sehr fasrig ist, kann man es leicht auseinanderreisen.

    Dichtungshanf Dichtungshanf Dispenser