Basteln mit Naturmaterial & Co.

Bucheckern / 'Buechenüssli'

Eicheln (Eiche)

Heu / Stroh

Holz (seperate Seite)

Kastanien

Kokosnuss

Korkeiche / Korken

Steine / Gesteine


Natur Material - Infos

Was sind Naturmaterialien? Das sind Gegenstände, welche in der Natur vorkommen oder wachsen: z.B. Gräser, Muscheln, Steine, Blätter, Horn, Laub, Äste, Rinde, Wurzeln, Lehm, Blüten, Moos usw. Hier gibt es natürlich unendlich verschiedenen Substanzen. Naturmaterial ist nicht nur im Rohzustand (unbearbeitet) gemeint, ein Korkzapfen finden man so ja auch nicht in der Natur, so gehört verarbeitetes Natur - Material auch dazu.
Natur Mannli
Bild: Natur Mannli - © vornamen.com


Aber bitte mit Verstand verwenden/nutzen, in der Natur sind heute viele Pflanzen am Verschwinden und können deshalb nicht einfach gepflückt werden. Deshalb hat das Bundesamt für Umwelt BAFU eine rote Liste rausgegeben, wo nachgelesen werden kann, welche Pflanzen, Moos, Bäume usw. geschützt sind.

==> Hier die (PDF) 'roten Liste' 2010 vom Bundesamt für Umwelt BAFU zum Downloaden  

Bucheckern / 'Buechenüssli'

Bucheckern sind die Buchfrüchte (Achäne) der Rotbuche (Fagus sylvatica). Die dreikantigen Nüsse der Buche sitzen zu zweit in einem außen struppigrauen, vierlappigen Fruchtbecher (Cupula) und sind von einer braunglänzenden Schale umgeben.

Eine Besonderheit der Buche ist die Tatsache, dass sie nicht in jedem Jahr eine reiche Ernte hervorbringt. Meist alle fünf bis acht Jahre wachsen so viele Bucheckern am Baum, dass der Boden später vollständig bedeckt ist. Diese Jahre werden Mastjahre genannt, weil früher die Schweine mit den Bucheckern regelrecht gemästet werden konnten. In den darauffolgenden Jahren fällt die Ernte wesentlich geringer aus. Manchmal wachsen gar keine Früchte am Baum. www.gartenjournal.net/buche-frucht

Eine Buche produziert Bucheckern, wenn sie ein Alter zwischen 40 und 80 Jahren erreicht hat. Bucheckern werden etwa im September reif. wikipedia.com

Mehr Infos zur Rotbuche

Bei uns in den Wälder hat es viele Buchen in den Laubwäldern. Geht man also im Herbst durch den Wald, werden wir sehr schnell Bucheckern am Boden finden. Aussen ist eine 'stachelige' Hülle, mit dieser können wir basteln. Im Innern sind die Nüsseli und diese können, nachdem sie geschält wurden, gegessen werden. Bucheckern enthalten aber den Wirkstoff Fagin, deshalb sollte man nur kleine Mengen verzerren. Die Nebenwirkungen können Übelkeit auslösen. Auch Pferde, Hunde und Katzen dürfen keine größeren Mengen Bucheckern fressen. Vögel, Waldtiere und Schweine hingegen vertragen die Früchte. Durch das Erhitzen wird der leichte Giftstoff neutralisiert. Auch die Eichhörnchen sammeln dieses im Herbst fleissig und verstecken sie anschliessend, damit sie im Winter genug zu essen haben, da sie keinen Winterschlaf machen. Die 'Buechenüssli' sind auch für den Menschen essbar.

  • Buchenfrucht  Bucheckern / Buechnüssli
  • Buchenfrucht später Bucheckern - Bild: wikipedia.com und negnuja.ch

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    Was kann ich mit Bucheckern basteln?

    Ahornblatt Bild  

    Eicheln (Eiche)

    Ein Eichenbaum trägt im Herbst zahlreiche Früchte, die Eicheln genannt werden. Dabei handelt es sich um Nussfrüchte, die an einer Seite von einer Kappe umschlossen werden. Eicheln dienen als Tierfutter oder zur Vermehrung der Eiche. Eicheln sind zwar sehr nahrhaft, für Menschen in rohem Zustand aber nicht zu genießen. Wegen ihres hohen Anteils an Gerbsäure sind sie giftig und lösen starke Magen-Darm-Beschwerden aus.

    Durch Wässern können die Gerbstoffe herausgelöst werden. Eicheln lassen sich für verschiedene Zwecke verarbeiten. In Notzeiten wurden Eicheln zu Mehl gemahlen oder dienten geröstet als Kaffeeersatz.

     

    Wie sieht der Eichel oder die Eiche aus?

    Eiche   die Eiche
    Eichel und ein Infoblatt über die Eiche - Bild: kelebek-tauben.ch & Koehlers Medizinalplanzen
     

    Was können wir jetzt aber alles mit Eicheln machen?

    Eicheln Familie Eicheln Baby  

    Heu / Stroh

    Heu und Stroh Basteln ist eine tolle Frühling/Sommer/Herbst Bastelei. Wichtig ist zu wissen, daß das gekaufte Stroh/Heu vom 'Laden' oft kurzer und brüchiger ist, als das Material von einem Bauernhof. Wer die Möglichkeit hat ein Bauernhof aufsuchen um da nachfragen, ob man Heu/Stroh kaufen kann (was im Normalfall kein Problem ist), soll es nutzen.

    Je 'wilder' nicht gezüchtete Wiesenfelder getrocknet werden, umso besser. Das Stroh fällt bei erzeugten Getreide an, die Getreide-Ähre (der oberste Teil eines Getreidehalms, an dem sich die Körner befinden) wird vorher geertet.
  • Wiese   Stroh
  • Wiesen & Getreide - Bild: pronatura.ch

  • Je älter das Heu ist, umso brüchiger wird es. Bei grösseren Heutieren lohnt es sich, längere noch nicht zu trockene Gräser aufzutreiben, da man diese besser um die Figur wickeln kann.

    Normalerweise wird bei den Heutieren im Internet immer Draht genommen um das Stroh/Heu zu befestigen. Aber wenn man davon ausgeht, daß die Tiere ja nicht unendlich alt werden, sollte man sich die Frage schon stellen, was geschieht nachher mit dem Abfall-Tier!! In den Haushaltsmist? Auf den Kompost? Und wenn man hier die Material vermischt, welche eigentlich getrennt entsorgt werden sollte, hat man schon ein Problem. Klar, wenn man es verschenkt, hat man das Problem ja nicht mehr, was irgendwie an die Ab- Rückbau eines Kernkraftwerk erinnert. Der Produzent interessiert es auch nicht mehr was später mit den Brennelementen / verstrahlten Teilen geschieht. Also, hier bitte im Voraus mitdenken und Material verwenden, welches zusammen entsorgt werden kann.

    Ach, die Ökös wieder, denken jetzt viele. Aber wieso nimmt man Naturmaterial, wenn dieser Aspekt nicht berücksichtigt wird. Weil jeder Ökö-Beschenkte sich diese Frage sicher stellen wird. Also Jutegarn / Juteschnur / Juteseil / Jutezwirn verwenden. Anstelle Karton Holzstücke und wir haben komposierbare Naturmaterialien. Die Augen können schnell entfernt werden und alle sind glücklich.
    Heu   Stroh
    Bild: Heu und Stroh
     

    Was können wir jetzt aber alles mit Heu und Stroh machen?

  • Heutiere
  • mit Schritt-für-Schritt Anleitung
    Heutier  

    Ross- oder Edel- Kastanien?

    Was ist was? Die Bastelkastanien heissen Rosskastanien!  

    Edelkastanien oder Marroni (Maronen)

    Die Esskastanien, Marroni (Castanea) oder Edelkastanien sind eine Gattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Bevor die Kartoffeln aus Südamerika nach Europa gelangt sind, gehörten in vielen Regionen Europas Kastanien zur Ernährung dazu. Deshalb galt der Kastanienbaum auch als „Brotbaum“. Bei uns sind die Edelkastanien im Tessin heimisch. Die Edelkastanien oder Marroni sind essbar und werden in den kälteren Monaten geröstet offen auf der Strasse angeboten oder verarbeitet als Vermicelle als Dessert-Speise verkauft.


    Edelkastanien - Marroni
    Bild: Edelkastanien - © hauenstein-rafz.ch
     

    Rosskastanien (Bastelkastanien)

    Rosskastanien (Aesculus) sind eine von den Kastanien verschiedene Gattung. Die teilweise Namensübereinstimmung beruht auf der oberflächlichen Ähnlichkeit der Früchte mit dem Fruchtstand der Kastanien (brauner Kern in stacheliger Hülle) und nicht auf botanischer Verwandtschaft.

    Die Rosskastanie ist ein beliebter Zierbaum, der in vielen Parkanlagen und Straßenalleen steht. Die Kastanien sind ein erstklassiges Wildfutter, aber für den Menschen nicht geniessbar.

      Rosskastanien
    Bild: Rosskastanien - © dm.de
     

    Was können wir jetzt aber alles mit einer Kastanien machen?

    Kastanien Schlange
    Kastanien Tier - Bild: © deavita.com

     

    Kokosnuss

    Die Kokosnuss stammt von der Kokospalme oder Kokosnusspalme (Cocos nucifera), sie ist ein tropischer Baum aus der Familie der Palmengewächse, an dem die Kokosnuss wächst.
    Kokosnuss Palme
    Kokosnuss Palme - Bild: wikipedia.com

    Da der Samen, die Kokosnuß, schwimmfähig ist und über das Meer verbreitet werden kann, wächst sie beinahe an allen tropischen Küsten. Wirtschaftlich genutzt werden vor allem die Nüsse. Diese sind je nach Sorte in reifem Zustand entweder grün oder gelb.
    Kokosnuss Querschnitt   Kokosnuss
    Kokosnuss Querschnitte - Bild: kulau.de

    Entfernt man das voluminöse sogenannte Endocarp, erhält man die Nüsse (strenggenommen sind es Kerne, nicht Nüsse), wie sie bei uns in den Handel kommen. Unter der sehr harten Schale befindet sich das weiße Fruchtfleisch, das seinerseits eine wäßrige Flüssigkeit beinhaltet. Je älter sie ist, umso weniger Kokosnussmilch enthält sie. Das getrocknete Fruchtfleisch nennt man Kopra. Dieses kommt z.B. geraspelt als Kokosflocken in den Handel. Man kann daraus jedoch z.B. auch Aromen gewinnen oder Fette herstellen. Aus dem Endocarp d.h. den Kokosfasern werden Fussmatten, Schnürre, Isolierplatten und vieles mehr hergestellt.
    Kokosfasern   Kokosplatten
    Kokosfasern & Kokosplatten

     

    Was können wir jetzt aber alles mit einer Kokosnuss machen?

  • Kokosnuss Kerzen

  • Kokosnuss Kerzen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung
    Kokosnuss Kerze Kokosnuss Kerze - Bild: negnuja.ch
  • Kokosnuss Höhle für unsere Haustiere
  • Halbieren, das Fruchfleisch entfernen, evt. eine Öffnung reinsägen und die Zierfische oder die Hamster freuen sich.
  • Diverse Kerzen in die Koskusnuss Schale stellen - zur Dekoration
  • Windlicht
  • Löcher in die Nuss bohren, umdrehen und eine Kerze bzw. ein Licht hineinstellen
    Kokosnuss Windlicht
    Kokosnuss Windlicht - Bild: © schoen-bei-dir.com
  • Blumentopf
  • Kokosnuss Topf Kokosnuss Blumentopf - Bild: © handmadekultur.de  

    Korkeiche

    Vorweg: Kronkorken hat nichts mit der Korkeiche zu tun.

    Hergestellt werden Korken aus der robusten, weitgehend brandresistenten Rinde der im mediterranen Raum verbreiteten Korkeiche (Quercus suber). Korkeichen wachsen hauptsächlich im Mittelmeerraum in Portugal, Spanien und in Nordafrika. Dank den hervorragenden Eigenschaften ihrer Rinde sind sie bestens an Trockenheit, Hitze und Temperaturwechsel dieser Gegenden angepasst. Die Rinde macht sie sogar resistent gegen Waldbrände. Die Eichenhaine sind noch heute teilweise äusserst wertvolle Lebensräume mit einer immensen Vielfalt an Pflanzen, Insekten, Reptilien und Vögeln; ausserdem sichern diese einheimischen grosskronigen Bäume den Boden bestens vor Erosion.

    Korkeiche Korkeiche in Portugal - Bild: wikipedia.com

    Korken kannten bereits die Römer und verwendeten sie zusammen mit Pech und Harz. Nach und nach geriet diese Methode jedoch wieder in Vergessenheit. Auf mittelalterlichen Gemälden sieht man zusammengedrehtes oder über die Öffnung gebundenes Tuch. Auch Leder wurde benutzt und manchmal mit Siegellack überzogen. Erste Erwähnungen von Korken finden wir um die Mitte des 16. Jahrhundert.Die Korkschälarbeit wird im Sommer vorgenommen. Das erste Schälen erfolgt an etwa 20jährigen Bäumen, doch ist der erste gewonnene Kork noch recht spröde und nur für Gerbereizwecke verwendbar. Erst ab der zweiten Schälung bildet sich der gewünschte glatte, biegsame und gut zu verarbeitende Kork. Je nach Standortbedingungen vergehen etwa 6 bis 12 Jahre, bis sich eine 3 cm starke Korkschicht entwickelt hat. Die Rinden der Korkeichen liefern, ohne dass sie Schaden nehmen, das natürliche Rohmaterial für Korkzapfen. Aus den gekochten und getrockneten Rindebändern werden die Zapfen sorgfältig ausgestanzt. Die traditionelle Nutzung von Korkeichen ist deshalb unbestritten von hohem ökologischem Wert und das Korkensammeln ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. © delinat.com



    Kork Korkeiche - Bild: © zannetos.ch
    Kork Korkgewinnung - Bild: delinat.com


    Es ist ein leichtes Naturprodukt das zudem elastische, schwer entflammbare, schwimmfähige, stossdämpfende, isolierende und abdichtende Eigenschaften aufweist.

    Verwendet man einen mit Hohlmessern aus der Rinde geschnittenen Stopfen, so spricht man von "Naturkorken". Diese Korken gelten als die hochwertigste und langlebigste Variante. Aus Gründen der Kostenersparnis werden Korken aber auch aus Korkgranulat hergestellt. Hierbei werden kleine Korkstückchen unter hohem Druck mit Leim oder Harz zu einem Korken zusammengepresst. Einen auf diese Weise hergestellten Korken nennt man "Presskorken". Presskorken werden vor allem für günstige Weine verwendet und gelten als weniger lagerfähig. Das Risiko des Zerbröselns ist bei festsitzenden Korken größer, als bei Naturkorken.

    Naturkorken werden seit den 1990er Jahren vermehrt als wiederverwendbarer Rohstoff zum Recycling gesammelt. Die gesammelten und von Metallteilen bereinigten Korken werden zu Granulat zermahlen und als loser Füllstoff oder als gepresste Platten als Baustoff zur Wärmedämmung verwendet. Die meisten Flaschenkorken werden in der Schweiz gesammelt und wiederverwendet. Leider sind das auch nicht mehr als ca. 4 %.

    Wer nicht sicher ist, welche Korken sich recyclingen lassen, kann das Recyling Plakat von korken.ch hier runterladen.

    Wo man die Korken recycling kann, ist auch auf korken.ch ersichtlich.  

    Kork-Eigenschaften

    Kork ist hydrophob (wasserabstossend), sehr elastisch und schlecht brennbar. Die Wärmeleitfähigkeit von Kork ist sehr gering, woraus sich seine Eignung als Dämmstoff erklärt. Ideal als Dämmmaterial, als Pfannenuntersatz oder Dekorationen für draussen.  

    Was macht man mit Korken?

  • Korkzapfen
  • Entweder man sammelt die eigenen Korkzapfen oder kauft sie in diversen Bastelgeschäften ein. Korkhaus
    Vogelhaus aus Kork - Bild: © archzine.net
  • Korkplatten oder -papier
  • Im 2016 sind Korkpapier, Korkbögen und Kork-Klebefolien zum Bekleben der Renner. Die Möglichkeiten sind auch extrem vielfältig. Was man früher mit Papier, Serviettentechnik überzogen hat, kann jetzt mit den dünnen Korkbögen beklebt werden. Die Korkbögen sind sehr dünn und können deshalb auch vernäht werden, hier aber nur für dekorative Zwecke, da sie ansonst schnell brechen oder reissen. Korkpapier Beispiele
    einige Beispiele von rayher - Bild: © rayher.de

     

    Steine / Gesteine / Felsblock

    Steine ist ein sehr grosser Sammelbegriff. Das Wort verstehen wir eigentlich nur in einem Kontext. Spricht man jetzt von den loosen Steine am Bachbett oder den Edelstein? Schiefer gehört doch auch zu den Steinen. Sind nur die natürlich oder auch die künstlichen Steine gemeint? Fragen über Fragen.  

    Gesteine

     

    Ton Schiefer

    Schiefer ist ein Urgestein, das sich durch paralellele Ablagerungen verschiedenener Mineralien (Ton, Kalk) unter starkem Druck und hoher Temperatur gebildet hat. Sein Merkmal ist die ausgezeichnete Spaltbarkeit entlang engständiger paralleler Flächen, sogenannter Schieferungsflächen. Bei uns kennt man die Schieferplatten am ehesten von den Schiefer Hausdächern, der alten Schreibtafel oder sie werden vermehrt in Wohnungen im Küchen oder Badbereich als Bodenbelag verbaut.
    Schiefer Hausdach
    Bild: © wikipedia.com

     
    Zum Bearbeiten
    Graue / Ton Schieferplatten zum Bearbeiten kann man bei Dachdeckerfirmen oder direkt beim Schiefertafelwerk im Sernftal (Elm)beziehen.  

    Sandstein

    Der rote oder graue Sandstein ist ein Naturstein. Er gehört in die Gruppe des sogaenannten Weichsgesteins und ist für den Laien verhältnismässig gut zu bearbeiten. Sandstein ist ein klastisches (Trümmergestein) Sedimentgestein mit einem Anteil von mindestens 50 % Sandkörnern. Die Sandkörner sind zwischen 0,063 und 2 mm groß und bestehen aus verschiedenen Mineralen, meistens jedoch aus Quarz. Sandstein ist ein auf der Erdoberfläche sehr weit verbreitetes Gestein und kommt praktisch auf allen Kontinenten vor und ist aus nahezu allen Zeitaltern der Erdgeschichte überliefert.

    Löwendenkmal Sandstein
    Löwendenkmal in Luzern aus Sandstein - Bild: © erwissen.ch

    Sandstein ist die Bausubstanz vieler Gebäude, jetzt immer vermehrt auch im Innenbereich gewünscht, Bad-Küchen Böden, Brunnen, Platten, Mauern, Skulpturen, Wände als Dekoration.
    Zum Bearbeiten
    Sandstein kann man in einzelnen Blöcken im Fachhandel kaufen. Die Bearbeitung erfolgt mit Spitz- oder Flachmeisel, Körner, Hammer oder einem Fäustel.
    Sandstein Werkzeug
    Meissel und Körner - Bild: © fachhandel
    Sandstein Block
    Sandstein - Bild: © fachhandel


    loose Steine

    Die Geologie und Petrologie (Lehre der Gesteine) verwendet als präzise Begrifflichkeiten:

    Nach DIN 4022 sind „Steine“ nur Objekte über 63 mm (siehe Korngrößenklassifikation) Sonderformen von Steinen sind: Jetzt stellt sich natürlich die Frage, mit welchen Steinen kann man am Besten etwas basteln. Ideal sind die mittelgrossen Steine in der Nähe eines Flusses. Die sind schön geschliffen, ohne Kanton und Zacken und es gibt sie dort auch in grossen Mengen. Steine können nur schlecht bearbeitet werden.  

    Was macht man mit Steinen?

    Für Spiele oder Dekorationen benötigt man flache, schön geschliffene Steine. Oft ist die Farbe noch ausschlaggebend, also mit ungefähren Vorstellung und viel Zeit kann man sich zum nächsten Fluss machen.
  • Diverse Legesteine Spiele
  • → Strategiespiel Tic, Tac, Toe oder 3 Gewinnt
    → Domino Spiel
  • Stein Pyramiden oder Mannli
  • Es hört sich extrem einfach an... aber wie hoch kannst Du eine Pyramide oder ein Stein-Mannli bauen? Teste es..
  • Stein dekorieren
  • Stein dekoriert Stein dekoriert
    Stein dekoriert Bild: © laloh271 - negnuja.ch                             Stein behalt Bild: © negnuja.ch

    Stein dekoriert
    Stein dekoriert Bild: © negnuja.ch
     

    unklare Zuordnung

     

    Ytong

    Ytong ist ein Markenname der Firma Xella in Duisburg für Wandbausteine aus Porenbeton. Ytong wird ausschließlich von Xella produziert. Der Name leitet sich von schwedisch Yxhults ånghärdade gasbetong ab.
    Geschichte
    Infolge des Ersten Weltkriegs herrschte in Schweden eine teilweise dramatische Energieknappheit. Da das Land kaum über eigene Energieträger verfügte, verschärfte die Regierung die Standards zur Wärmedämmung. So arbeiteten schwedische Wissenschaftler seit 1918 an der Entwicklung eines neuen Baustoffs, der hohe Wärmedämmung mit geringem Herstellungsenergieaufwand verbinden sollte. Weitere gewünschte Eigenschaften waren, dass er nicht verrotten und nicht brennbar sein sollte.

    1923 fand der Architekt und Forscher Axel Erikson an der Technischen Hochschule Stockholm ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Baustoffs. Aus einem Gemisch aus Kalk, Metallpulver und Schiefer produzierte er unter Dampfhärtung erstmals sogenannten Gasbeton (heute: Porenbeton). Dieses Verfahren darf man als geglückte Kombination des Verfahrens zur Kalksandsteinherstellung und der bereits üblichen Schaumbetonherstellung verstehen. Kalksandstein, ein dampfgehärteter Baustein, war zu dieser Zeit bereits etabliert, und der noch „neue“ Schaumbeton, aufgeschäumter Normalbeton, litt unter dem Mangel zu geringer Festigkeit. Der Mehrheitseigner der 1879 im schwedischen Kumla gegründeten und bis dato mit dem Abbau der großen Kalksteinvorkommen nahe Yxhult beschäftigten Aktiengesellschaft Yxhult Stenhuggeri Aktiebolag, Karl August Carlèn, sah in dem neuen Verfahren große Chancen. Deshalb erwarb er 1928 eine Produktionslizenz und investierte in der Folge große Teile seines Vermögens in den Umbau des Steinmetzbetriebs zu einem Porenbetonwerk, so dass 1929 mit der industriellen Fertigung begonnen werden konnte.

    Der neue Stein wurde zunächst unter dem Namen Yxhults Ånghärdade Gasbetong vertrieben. Die Kombination aus geringem spezifischem Gewicht bei relativ hoher Druckfestigkeit und der Möglichkeit der einfachen Bearbeitung - das Material lässt sich ähnlich leicht schneiden wie Holz, machten den neuen Stein rasch populär. Der ursprüngliche Name wurde zu Ytong abgekürzt und 1940 als Markenname registriert, womit er zur ersten eingetragenen Baustoffmarke der Welt wurde. 1960 wurde der Ytong-Planblock entwickelt, ein großformatiger Mauerstein von hoher Maßgenauigkeit, der mit Dünnbettmörtel verlegt werden konnte. In Deutschland wurde dieses Verfahren 1958 von Reinhard Liebenow und Manfred Menning weiterentwickelt. © wikipedia.com
    Zum Bearbeiten
    Ytong kann man im Fachhandel als Platten oder Blöcke in verschiedenen Abmessungen kaufen. Die Ytong sehr leicht ist, lässt es sich auch gut transportieren. Auf Baustellen findet man oft kleinere Abfallstücke zum Probieren.

    Ytong kann man schlagen, ritzen, schaben, bohren, sägen, schneiden, raspeln und schleifen. Seine Grobkörnigkeit verlangt grosszügiges Schaffen, feine Ausarbeitungen verträgt er nicht. Der Ytong ist Wetterbeständigkeit und so ideal für schöne Plastiken im Garten. Für die Bearbeitung kann man zum Beispiel mit einem Nagel ritzen. Was man nicht vergessen sollte, Ytong verursacht viel Staub, also am Besten im Freien. Nach dem Ritzen werden die Furchen, Ritzen, Spalten mit einem Handbesen ausgebürstet, da die Verbindung Staub/Wasser eine schmierige Oberfläche ergibt.
    Ytong Beispiel
    Ytong Figur Bild: © jo74.de
     

    Speckstein

    Speckstein (Steatit, Lavezstein, Talcusstein, Seifenstein) ist ein natürlich vorkommender, massig oder schiefrig auftretender chemischer Stoff, der je nach Zusammensetzung als Mineral oder als Gestein gilt. Sein Hauptbestandteil ist Talk und macht den Speckstein in reiner Form zu einem Mineral. In vielen Lagerstätten treten begleitende Minerale hinzu und haben so eine farbgebende und strukturprägende Wirkung. In diesem Fall spricht man von einem Gestein. Es gibt Übergangsformen zu Talkschiefer, Talkfels, Grünschiefer und Chloritschiefer.

    Speckstein war aufgrund seiner geringen Härte (Mohshärte = 1) und damit leichten Bearbeitbarkeit bereits im Alten Orient, Ägypten, China und Skandinavien ein beliebter Natur- und Werkstein, der überwiegend zu Siegeln, Skulpturen und verschiedenen Haushaltsgegenständen wie Behältern und Kochgeschirr verarbeitet wurde. © wikipedia.com
    Speckstein Beispiel
    Speckstein Frau Bild: © wikipedia.com
    Zum Bearbeiten
    Immer wieder hört man, das Speckstein giftig ist. Beim Speckstein sollte eigentlich stehen, dass es asbestfrei ist wie Talkumpuder. Talkum und Speckstein sind das selbe Mineral, jedoch ist Speckstein eine Variante mit dichterer Kristallstruktur. Es gibt Talkum-Lagerstätten, die mit Asbest benachbart sind, deshalb müssen die Hersteller von Talkum ihn auf asbestfreiheit überprüfen lassen. Talkum mit Asbest darin darf selbstverständlich nicht in den Handel gelangen. Wenn man also tagtäglich viele Stunden mit Talkum/Speckstein arbeitet, kann es Erkrankungen (Talkstaublunge) auslösen. Als Vorsichtsmassnahme ist es sicher gut eine Feinstaubmaske anzuziehen und nicht in geschlossenen Räumen zu arbeiten.

    Speckstein wird mit Raspelfeilen und Schnitzwerkzeug bearbeitet (Rundraspel, Riffelraspeln). Zuerst wird die gewünschte Figur grob geformt und dann wird immer mehr ins Feine gearbeitet und am Schluss mit einem sehr feinen Schleifpapier nass nachbearbeitet. Das Werkstück hat jetzt eine matte Oberfläche, diese bekommt man mit einen Leinenöl weg. Im Fachhandel kann man auch ein spezielles Speckstein Öl kaufen. General gilt nicht zuviel Öl auftragen, ansonst wird die Oberfläche klebrig.

    Alternative kann man auch Bienenwachs verwenden, diesen einfach auf der 120° aufgewärmten Speckstein Figur verteilen und gut einreiben. Wenn die Figur kalt ist, den überschüssigen Wachs entfernen und mit einem Tuch mit etwas Möbelpolitur nach behandeln. Notfalls nocheinmal Nass nachschleifen.
    Speckstein werkzeut
    Speckstein Werkzeug Bild: © betzold.ch