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Posamente

  • Posamente
  • Klöppeln
  • Occhi (ital. Auge) - Schiffchenarbeit oder Frivolité
  • Kumihimo - Japanische Flechtkunst
  • andere Knüpf Methoden
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    Posament

    Posamente (aus dem französischen passement) ist eine Sammelbezeichnung für schmückende Geflechte, wie Zierbänder, gewebte Borten, Fransenborten, Kordeln, Litzen, Quasten, Volants, Spitzen aller Art, überzogene Knöpfe und Ähnliches.

    Ursprünglich waren passements nur aus (Edel-)Metalldrähten gewirkte Textilien, also Borten und Tressen. Die Herstellungsweise dieser ursprünglichen Metallgewirke hat die Spitzenherstellung wesentlich beeinflusst, denn mit der Posamentrie war es möglich, ein figurales Textil herzustellen, ohne dabei auf einen Trägergrund angewiesen zu sein. (Das Gegenstück stellt die Stickerei dar, hier ist der Trägergrund notwendig.) Dasselbe Prinzip beherrscht die Spitzenherstellung.

    Kordeln, Quasten und dergleichen kommen über den Metalldraht ins Posamentiererhandwerk, denn sie waren früher zum Großteil aus Metalldrähten gefertigt. Insbesondere bei Uniformen waren die Posamente noch lange in Metall ausgeführt.

    Die zum Teil ausschließliche Verwendung von Fasern, wie sie heute gelegentlich geschieht, ist erst eine nachfolgende Entwicklung und trennt das Posament eigentlich von seinem ursprünglichen Werkstoff. Heute umfasst der Begriff fast alles, was zur Dekorierung von Kleidern benutzt wurde. © deacademic.com

    Posament AbrenzungPosament Abrenzung Posament Abrenzung

    Modebewusste Frauen trugen im 19. Jahrhundert lange Kleider mit kunstvollen Bändern, bis in die 1950er Jahre war Mode undenkbar ohne Seidenbänder. Hüte, Mäntel, Röcke, selbst Haarspangen wurden mit bunten Seidenbändern verschönert. Die Herstellung dieser Bänder, das Posamenten, war seit dem 16. Jahrhundert charakteristisch für die Region Basel. Im 19. Jahrhundert war es der wichtigste Wirtschaftszweig.
    Posament  

    Quasten, Troddeln

    Eine Quaste, seltener Quoddel oder Quaddel, auch Troddel, ist ein hängendes Bündel von Fäden oder Kordeln, am oberen Ende oft begrenzt durch einen Knoten oder eine Zierperle. Die Form ist büschelartig und erinnert an einen Pinsel. Ursprünglich war die Quaste als verziertes Ende einer Kordel aus den Kordelfäden selbst hergestellt. Eine Quaste dient als Posament. Bei kugelrunder Gestalt spricht man stattdessen von Bommel.

    Bei Säugetieren (z. B. Hausesel, Hausrind, Löwe) wird auch das behaarte Ende des Schwanzes als Quaste bezeichnet. Auch das untere, offene Ende eines geflochtenen Zopfes wird Quaste genannt. © Wikipedia.com

    Quasten, Troddeln
    Die Quasten oder Troddeln kann man gut selber machen oder kann sie in diversen Grössen und Farben direkt im Fachhandel kaufen.
    Quasten, Troddeln

     

    Bommel / Pompon

    Bommel (auch Plümmel, Bolle, Boppel) oder bei uns eher als Pompon (aus dem Französischen) bekannt, bezeichnet man ein meist aus Wolle gefertigtes Posament, das als Kleiderschmuck dient. Ein Bommel ist meist kugelrund und wurde bei uns in den 80er Jahren oft an eine selbstgestrickte Mütze angenäht.

    Pompon
    Bei einer langgestreckten, pinselartigen Form spricht man stattdessen von Quaste oder Troddel.

    Anleitung Pompon / klassische Karton Variante

    Mit zwei Kartons kann ganz einfach ein Pompon hergestellt werden. Es kann auch 'alter' Verpackungskarton verwendet werden, er sollte einfach etwas stabiler sein. Der Äussere Kreis legt die Grösse des Pompon fest und das Loch in der Mitte regelt die Dichte, je mehr Wolle umso satter wir der Pompon.

  • Äussere Kreis = Grösse des Pompon
  • Innere Kreis = Je grösser das Loch ist, umso satter kann er gebunden werden. Wenn man jetzt das Loch wirklich ganz füllt, gibt es ein fester, satter Pompon
  • Schritt für Schritt
    1. Man nehme zwei gleich grosse Kartonstücke. Es wir ein Kreis (Äussere) in Grösse des Pompon ausgeschnitten. In der Mitte wird zusätzlich ein Loch heraus geschnitten
    2. Die Wunschwolle wird jetzt auf einer Wollnadel aufgefädeln und durch das Loch gestochen. Immer schön satt die Wolle nachziehen und auf allen Seiten gleichmässig verteilen.
    3. Bei einem mehr farbigen Pompon, kann die Farben abgewechselt oder gemischt werden.
    4. Mit der Wolle wird jetzt das Loch aufgefüllt. Will man einen satten, festen Pompon, füllt man das ganze Loch satt mit Wolle. Soll es ein weicher kuscheliger Pompon sein, kann das Loch noch gut sichtbar sein.
    5. Jetzt schneidet man zwischen den Karton Scheiben mit der Scherre die Wolle durch.
    6. Mit einem reissfesten Faden / Wollfaden bindet man jetzt die Pompon zusammen, indem man den Faden zwischen den Kartonschichten schiebt und wirklich fest anzieht und verknotet. Wird er zu loose angezogen, können einzelne Wollfäden rausrutschen.
    7. Wenn der Faden fest angezogen wurde, kann der Karton entfernt werden (geht meistens kaputt) und man schneidet den Pompon aussen in die gewünschte Form. Schön rund oder eher eierförmig.

    Pompon
     

    Mini Pompon

    In den letzten Jahren sind die sehr kleinen Pompon in Mode gekommen. Diese Mini Pompon können direkt als Tier Gesicht hergestellt oder als Unifarbenen Pompon, welche mit Filz oder anderen Deko's verziert werden. So können sie als Dekorationen auf dem Tisch, am Handy oder an Taschen gehängt werden .... die Möglichkeiten sind hier grenzenlos. Selbstverständlich kann man die Mini Pompon auch selber herstellen oder direkt in grösseren Mengen im Internet oder im Fachhandel bestellen werden.
    Pompon

    Anleitung Mini Pompon

    Pompon
     

    Pompon - Schablonen

    Früher hatte jeder zuhause Karton, so konnte man schnell ein Pompon herstellen. Sie waren schnell gemacht, konnten gut angepasst werden. Z.B. für einen grossen Pompon nahm man dicke Wolle, deshalb auch eine grössere Karton Schablonen mit einem grösseren Loch. Für feinere Wolle verwendete man einfach einen kleinen Kartonkreis mit einem kleineren Loch. Aber heute wird für alles eine 'Fertig' Variante hergestellt, deshalb gibt es seit vielen Jahren verschiedene Bommel Schablonen im Handel.
    Pompon Schablonen / Dana Grossa Pompon Schablonen / Knitpro
    Pompon
     

    Cheerleader Pompon

    In Amerika ist ein Pompon ein beim Cheerleading verwendeter Tanzwedel. Die Pompons kamen nach dem Zweiten Weltkrieg auf und sollen die rhythmischen Armbewegungen der Cheerleader optisch unterstreichen. Sie wurde zunächst aus Stoff hergestellt, später auch aus Papier. Um 1965 wurde erstmals Polyvinylchlorid zur Herstellung verwendet, seitdem setzte sich Kunststoff als witterungsbeständiges Material durch. Mittlerweile gibt es zahlreiche Form- und Farbvariationen. In Deutschland finden Pompons auch im Karneval bei Gardetanzgruppen Verwendung.

    Pompon beim Cheerleader

    Anleitung für ein Cheerleader Pompon

    Pompon beim Cheerleader Pompon beim Cheerleader

     

    Klöppeln

    Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden.

    Die Herstellung der Handklöppelspitze beruht auf einem systematischen Wechsel von Verdrehen – Verkreuzen – Verknüpfen – Verschlingen von Fäden im Mehrfachsystem. Es gibt Handklöppelspitze in folgenden Varianten: Meterware, Einsätze, Deckchen, Kanten, Schmuckelemente oder Accessoires, in der Mode und in der Bildklöppelei.

    Grundlage für die Fertigung einer jeden „echten Spitze“ bildet die Mustervorlage, der Klöppelbrief. Der Wert eines Klöppelbriefs liegt in der künstlerischen Gestaltung wie auch in der mathematischen und geometrischen Berechnung – der Entwurf als hohe Kunst der Gestaltung. Die Klöppelbriefe stehen im Urheberrecht. Von der Vielzahl der Handklöppler gibt es nur sehr wenige, die in der Lage sind, neue Muster zu entwerfen und zu entwickeln. Diese Entwürfe sind und waren stets die Grundvoraussetzung für die Herstellung einer Handklöppelspitze. © wikipedia.com
     

    Geschichte und Info

    Klöppelspitzen entstanden, als man den Rändern von Kleidungsstücken eine feste und gleichzeitig dekorative Kante geben wollte. Mit Variationen von Flechten wurden so aus losen Fransen schmückende Elemente an der Kleidung der Reichen. Vermutlich um die Herstellung zu vereinfachen kam dann die Idee, diese Flechtwerke unabhängig von Kleidungsstücken zu gestalten und die ersten Klöppelspitzen wurden gefertigt: Flechtspitzen.

    Die ersten Quellen für das Klöppeln sind Musterbücher des 16. Jahrhunderts aus Italien, wo man auch den Ursprung der Technik vermutet. Das erste reine Musterbuch für die Klöppeltechnik erschien ca. 1557 in Venedig: Le Pompe. Aus Italien soll die Technik zunächst nach Spanien oder in die spanischen Niederlande und danach nach Frankreich gelangt sein. Aber auch im Erzgebirge sind bereits im 16. Jahrhundert die ersten Klöppelspitzen nachgewiesen. Barbara Uthmann, die Witwe eines Montan-Unternehmers aus Annaberg, soll als Verlegerin maßgeblich an der Verbreitung des Klöppelns im Erzgebirge beteiligt gewesen sein. Nach Überlieferungen hat sie bis zu 900 Bortenwirkerinnen mit Aufträgen versorgt.

    Seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts können Klöppelspitzen auch durch Klöppelmaschinen hergestellt werden. Klöppeln ist heute nur noch eine seltene Freizeitbeschäftigung, die hauptsächlich von Frauen betrieben wird. © wikipedia.com

    Klöppeln
    Bild: frankentourismus.de

    Klöppeln Beispiel
    Bild: schaelehuus.ch

     

    Material

       

    Occhi

    Occhi (ital: Augen, engl: Tatting, franz: frivolité), auch Schiffchenarbeit oder Frivolité genannt, ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels des auf ein Schiffchen aufgewickelten Fadens Spitzen hergestellt werden. Da die einzelnen Glieder der Spitze wie kleine Augen aussehen, nennt sich diese Technik „Occhi“.© wikipedia.com
     

    Geschichte und Info

    Eine Vorläufertechnik kam im Mittelalter aus dem Orient nach Europa und war als Makuk bekannt; wegen seiner weiten Verbreitung ist der ursprüngliche Name jedoch unbekannt. Bis zum frühen 19. Jahrhundert sind weder Occhi-Arbeiten im eigentlichen Sinne (also mit den typischen „Augen“) nachgewiesen, noch die alternativen Begriffe Schiffchenspitze und Frivolité. Zwar gibt es aus dem 18. Jahrhundert Abbildungen von Damen, die Schiffchen in der Hand halten, aber diese sind größer als Occhischiffchen und an den Enden gerundet. Wahrscheinlich wurden sie zum „Knötgen knüpffen“ verwendet, einer Technik zur Herstellung von „Frantzen oder auch Trotteln und Quasten“. Das eigentliche Occhi scheint sich erst im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelt zu haben. © wikipedia.com
    Occhi
    Bild: occhi.de

           

    Kumihimo

    Kumihimo (jap. 組(み)紐, dt. „Flechtschnur“) ist eine traditionelle japanische Flecht-Technik, bei der man mit aufgespulten Garnsträngen Bänder und Kordeln fertigt. Durch das wiederholte Übereinanderlegen der Garnstränge in einer bestimmten Reihenfolge ergibt sich ein Muster. Die Art des Musters hängt vor allem von der Bewegungsabfolge, der Farb- und Materialwahl sowie der Verteilung der einzelnen Farben ab. Die Zahl der verwendeten Garnstränge kann von 4 bis über 170 Strängen variieren, je nach Muster und Flechtstuhl. Als Garn kam früher Seide, heute auch Baumwolle oder Kunstfaser zum Einsatz. Traditionell wird die Technik auf einem Flechthocker oder Flechtstuhl ausgeführt. Hier die wichtigsten Flechtstühle. © wikipedia.com
     

    Geschichte und Info

    Ursprünglich wurden in Japan die gefertigten Kordeln für den Zusammenhalt der Rüstungen für die Samurai verwendet. Auch beim traditionellen Kimono- Gewand wurden Kumihimo-Werke als Gürtel verwendet und farbenprächtig und kunstvoll ausgestaltet.  

    Früher (traditionell)

    Jeder Flechtstuhl hatte seine speziellen Herstellungsstücke. Die Marudai, Kakudai oder Sankadai waren für runde Flechtstück bekannt. Der Takadai war für breite Bänder ideal. Also musste sich jeder entscheiden, was er herstellen wollte.  

    Heute (Mobidai®)

    Heute wird mit einer Flechtscheibe Mobidai® oder Noname Flechtplatte aus Hartschaubstoff gearbeitet. Die Idee dahinter ist, dass die Flechtfäden schön im Mobidai in den Schlitzen eingeklemmt werden und so nicht mehr verrutschen können wie bei den tranditionellen Dai's. Aber aufgepasst, verwendet man einmal gröberes Garn/Schnur, werden die Schlitze des Mobidai geweitet, so dass anschliessend dünnere Fäden nicht mehr gut halten.

    Es gibt verschiedene Flechtscheiben.

     

    Andere Knüpf Methoden

     

    Knüpfstern

    Der Knüpfstern ist wie der Name sagt, ein Holz/Karton Stern, bei dem einfach ein Kordel geknüpft werden kann. Der Knüpfstern ist gekauft aus Holz mit jeweils 8 Schlitzen. Diese können aber auch einfach selber hergestellt werden.

    Es ist eine gute feinmotorische Fördermöglichkeit für Kinder ab 4 Jahren zur Herstellung von Kordeln, die mit der Strickliesel noch überfordert sind.
    Knüpfstern
    Artikel: Prym 225.135
     

    Flower Loom / Blumen 'flechten-knüpfen-weben'

    In der Niederlande und den Staaten sind noch andere Knüpf-, Flecht-, Stricksysteme, wie z.B. den 'Flower Loom' bekannt. Hier können die Stäbe einzeln neu gesetzt werden und so verschiedene Blumen geknüpft werden. In den Staaten sind dieses versetzbaren Geräte auch unter dem Namen 'Flower Peg Looms' bekannt.

    Lower Loom
    Prym Flower Loom Art-Nr. 624.156
    Flower Peg Loom Flower Peg Loom Flower Peg Loom
    weiteres Flower Loom System - Bild: www.knitting-and.com


    Weiter gibt es noch die Loom Maxi Variante von Prym, bei Interesse einfach hier doppelklicken.

    frugal
    Selbstverständlich kann man dieses Blumen auch aus einem Karton selber herstellen. Für die Visuellen, hier ein YouTube Video, welcher die Herstellung einer Blumen gut erklärt (englisch). © Dsscrapie

    HändliSelbstgebastelte Karton Variante für die Herstellung von Woll-Blümchen (englisch), ohne Worte verständlich (7.11 Min.) © Dsscrapie (YouTube)

     

    Runde Plastik Canvas (Plastic canvas circles)

    Diese runden Plastik Canvas werden auch für Stickunterlagen (Leinenersatz) verwendet.

    Canvas Peg Loom Canvas Flower Loom
    Bild: www.knitting-and.com

     

    Rainbow Loom

    Auch bekannt unter Rubber Loops, Rubberband usw. - Hier wird zum Flechten bzw. Knüpfen kein Garn mehr verwendet, sondern es werden spezielle 'Gümmeli' Gummibänder gebraucht. So entstehen Armbänder, ganze Kleider, Schmuck und diverse Dekogegenstände.

    In den Gummibänder wird natürlich auch ein Weichmacher verwendet. In den 'Billig Import' wird oft der Weichmacher (Phthalaten) verwendet, welcher eigentlich in den Kinderspielsachen nichts zu suchen hat. Mitte 2014 kamen diese 'Billig Import' Rainbow Loom wegen gesundheitliche Schäden in die Schlagzeilen, da diverse Studien die Weichmacher für Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht oder verminderte Fruchtbarkeit mitverantwortlich machen. Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung leiden an einer Allergie gegen Latex. Die kann sich auch bei den Gummibändeli bemerkbar machen.

    Die Originale würden den Normen entsprechen und seien für Kinder ab acht Jahren zugelassen.
    Rainbow Loom Rainbow Loom
    Rainbow Loom
    Bild: knitting-and.com