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Sticken - Übersicht

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    Sticken

    Stick Technik (Stiche)

     
    Gobelin- oder Straminstickerei
    Unter Gobelinstickerei bzw. Straminstickerei vereinigt man all dienjenigen Techniken, bei denen die Stiche den Stoff (Stramin oder Kanavas) vollständig bedecken. Natürlich kann auch auf anderen Stoffen gearbeitet werden, vorausgesetzt der Stoff ist so grobmaschig, daß man die Fäden zählen kann. Bei einigen Stichen liegt der Unterschied in der Fadenführung, über wieviele Faden bzw. Fadenkreuze der Faden auf der Rückseite gestickt wird.

    Dieses Stickerei sind sehr strapazierbar, weshalb sie oft für stark benutzte Flächen wie Sitzflächen von Stühlen verwendet werden.

    Die folgenden Stich haben diverse Überbegriffe, werden auch oft unterem einem einzelnen Begriff zusammen genommen. Flach-, Platt-, Flammen-, Gobelinstich haben gemeinsam, dass sie alle paralell verlaufende, deckende Stiche sind in einem groben, zählbaren Leinenstoff/Stramin/Canvas. Die einzelnen Unterschied sind in der Fertigung, Ausführung und Länge der Stich. Oft geben die speziellen Muster noch spezifische Hinweise auf die Stiche.  
  • Gobelinstich
  • Der einfache Gobelinstich ist ein halber Kreuzstich und man arbeitet ihn hauptsächlich mit Sticktwist, mattem Baumwollgarn oder Stickwolle. Stickgrund ist entweder zweifädiger Stramin oder ein auszählbarer Stoff. Ein Stich wird mindestens über zwei Fäden in der Höhe und Breite gestickt. Der Stich läuft grundsätzlich in eine Richtung von links unten nach rechts oben. Wie auch beim halben Kreuzstich ist dabei wichtig, dass die dicht aneinanderliegenden Stiche den Stickgrund vollständig bedecken. © brigitte.de © brigitte.de  
  • halber Kreuzstich
  • Dieser Stich sieht von 'oben' wie der Perlstich aus, nur der Fadenführung auf der Rückseite geht nicht über zwei Fäden bzw. Fadenkreuze. Der Stich selber hat keine Lücke wie der Kreuzstich, sondern alle Stiche werden direkt nebeneinander gestickt.  
  • Perlstich bzw. Groß- / Petit Point
  • Der Perlstich wird auch "Petit Point" genannt. Man verwendet ihn für ganz feine Gobelinarbeiten. Er wird mit Sticktwist (1- oder 2-fädig) über einfädigem Stramin gearbeitet. Die Stiche auf der Oberseite der Arbeit verlaufen alle in eine Richtung: von links unten nach rechts oben. Auf der Rückseite der Stickerei erscheinen die Stiche schräger. Die Arbeit wird dadurch fest und haltbar. Wichtig ist hier, dass die Fadenführung auf der Rückseite immer über zwei Fäden bzw. Fadenkreuze geht und das egal ob diagonal, senkrecht oder waagrecht. © brigitte.de  
  • Flach- bzw. Plattstich
  • Der Plattstich ist ein sehr alter Stich, der auch im Mittelalter weit verbreitet war. Mit dieser Technik kann man Flächen hervorragend aussticken. Je nach Fadenverlauf schimmert die Oberfläche, wenn sie ins Licht gehalten wird, was der Stickerei schöne Effekte verleiht. Diese Technik ist in der Nadelmalerei häufig zu finden. Bei dieser Technik wird der Faden immer parallel gestickt, wobei man fast jedes beliebige Motiv aussticken kann, solange die Fläche nicht zu groß ist. Angefangen wird immer an der schmalsten Stelle des gewählten Motivs, gestickt wird von unten nach oben. Für den Plattstich ist die Verwendung eines Stickrahmens unabdingbar, da der Stoff gut gespannt sein muß. Eigentlich ist der Stich recht einfach, aber man muß ein paar Punkte beachten, wenn man ein ordentliches Ergebnis erzielen will.

    Der Stoff darf nicht unter der bestickten Fläche vorschimmern © flinkhand.de  
  • Flammenstiche / Bargello / Florentiner Stickerei
  • Flammenstiche, die man auch Florentiner Stickerei nannt, sind charakteristisch gebogene und gezackte Linien in gezähltem Plattstich. Zum Teil werden diese auch gespiegelt, so dass sich kleine Medaillons ergeben.

    Bargello ist auch eine Florentiner Stickerei, eine die gesamte Fläche bedeckende Stickerei, bei der die Stiche parallel zum Fadenlauf über zwei bis fünf Querfäden geführt werden. Durch leichtes Versetzen der Stiche entstehen abstrakte Zickzack- oder Kurvenmuster. Älteste nachweisbare Anwendung auf Stühlen des 17. Jahrhunderts im Besitz des Museo nazionale del Bargello, nach dem die Technik auch benannt ist. Bargello oder richtiger Palazzo del Bargello ist ein Stadtpalast in Florenz.

    Zum Unterschied zum Flach- bzw. Plattstich ist, daß dieser Stich oft gleich lang aber auch deckend parallel verläuft. Bei der Bargello / Flammenstich gibt es innerhalb einer Reihe keine Farbwechsel.  
    Kettenstich
    Der Kettenstich (auch Kettstich) dient dem Vernähen (Verbinden) von Stoffteilen in der Textilverarbeitung und ist gleichzeitig ein wichtiger Stich der Stickerei, z.B. bei der Tambourstickerei. Die Nadel sticht hierbei neben der Ausstichstelle ein und bildet so eine Schlinge. Diese wird um die neue Ausstichstelle gelegt. Durch die Wiederholung der Arbeitsschritte entlang einer gedachten Linie entsteht eine Schlingenkette. Industrienähmaschinen können mit Hilfe von Kettenstichen sehr elastische Nähte herstellen. © wikipedia.com  
    Kreuzstich
    Dieser Stich wird in zwei Arbeitsgängen mit einer hin- und einer hergehenden Reihe gestickt. Zuerst beginnen Sie mit dem Grundstich in der Hinreihe von links nach rechts. In der dann folgenden Rückreihe werden die Deckstiche von rechts unten nach links oben gestickt (siehe Zeichnung). Bei einer perfekten Ausführung zeigen die Stiche auf der Rückseite immer senkrecht in eine Richtung. © kreuzstiche.de  
    Steppstich
    Dieser »Linienstich« eignet sich besonders gut für Konturen-Stickereien. Der Steppstich ist aber wohl durch das Nähen so bekannt. So können mit dem Steppstich Nähte versäubert, oder zwei übereinanderliegende Stoffe zusammengenäht werden.  
    Stielstich
    Der Stielstich ist einfach zu arbeiten und gehört zu den Geradstichen. Er besteht aus Einzelstichen, die einander teilweise überlappen. Konturen und Rundungen sind einfach nachzusticken, und wie der Name schon sagt, ist er besonders gut geeignet um Blütenstiele zu sticken.  
    Vorstich
    Der Vorstich ist der einfachste aller Stiche beim Sticken. Bestickt werden können alle Stoffe, auf denen eine kleine grafische Stickerei gut aussieht. Als Stickmaterial sind alle gebräuchlichen Stickgarne geeignet.  

    Stickgarn & Co.

    Zum Sticken benutzt man spezielle Garne. Die heute gebräuchlichsten sind Sticktwist und Perlgarn. Sticktwist ist 6-fädig und lässt sich für feine Stickereien auch in dünnere Stränge zerteilen. Perlgarn ist unteilbar, dafür ist es glänzend und hat eine glattere Oberfläche. Aber auch andere Materialien kann man versticken und wurden in vergangenen Jahrhunderten auch verstickt, zum Beispiel Seidenfilament, gezwirntes Seidengarn, schmale Seidenbändchen, Wollgarn, Baumwoll(näh)garn oder Effektgarne wie Chenille. © wikipedia.com

    Für welches Stickgarn man sich schlussendlich entscheidet, daß ergibt sich meistens von selbst. Oft ist es keine Garn-Qualität abhängige Entscheidungen, sondern der Zufall entscheidet oft die Garn-Marke.  
  • Coats - MEZ - Schachenmayr
  • Geschichte von MEZ - Coats / Auf- & Zuklappen

     
  • DMC
  • Geschichte von DMC / Auf- & Zuklappen

     

    Stick Begriffe / Material usw.

     
    Canvas - Leinenstoff
    [engl. Leinenstoff] Canvas nennt man einen äußerst strapazierfähigen Leinenstoff in einfacher aber dicht angeschlagener Tuchbindung. Hier sind Gewichte zwischen 400–600 g/qm die Norm. Der Leinencanvas eignet sich sehr gut für Bezüge oder bei entsprechender Nachbehandlung ›Krumpfen‹ oder ›Tumbeln‹ auch für robuste und gebrauchstüchtige Kleidungsstücke. Früher wurden aus derartigen Leinencanvas auch Zelte, Matten, Gurte und Behälter hergestellt. Oft werden Malerleinwände auch als Canvas bezeichnet. © die-leinenweber.de  
    Stramin
    Stramin ist ein grobes appretiertes Gewebe aus Baumwolle oder Leinen. Das gitterartige Gewebe wird zum Besticken oder als Grundlage zum Knüpfen verwendet. Stramingewebe gibt es in unterschiedlichen Stärken von fein und leicht bis grob und schwer.

    Man unterscheidet verschiedene Arten von Straminen, die in verschiedenen Stichgrößen angeboten werden: Stramine können mit Mustern versehen sein, um Stickereien oder Knüpfarbeiten zu erleichtern, und auch mit farbigen Rechtecken zum besseren Auszählen bedruckt sein.  
  • Plastik Stramin (Plastic Canvas)
  • In den Staaten sind noch spezielle 'Plastic Canvas' sehr beliebt, bei uns bekannt unter Plastik Stramin. Diese können in die gewünschte Form geschnitten und bestickt werden. Ob das jetzt wie hier im Beispiel eine runde Schablone ist oder ein A4 Grosses Form, die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Von Möbel, Dekorationen bis Schmuck ist alles Möglich.

    Bei folgendem Beispiel werden runde Scheiben verwendet, diese werden direkt wie Stoff mit einem Perlstich gestickt. Sie können aber auch für Flower Loom verwendet werden.