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Glas oder Scherben

Glas und Scherben

Glasfusing

  • Techniken (Tack oder Full Fuse) nur im Spezial Ofen


  • Glas in anderen Bastel-Themen:


     

    Glas und Scherben

    Glas (von germanisch glasa „das Glänzende, Schimmernde“, auch für „Bernstein“) ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe amorpher Feststoffe. Die meisten Gläser bestehen hauptsächlich aus Siliciumdioxid, wie Trink- oder Fenstergläser; diese – meist lichtdurchlässigen – Silikat-Gläser haben wirtschaftlich die weitaus größte Bedeutung aller Gläser. Auch amorph erstarrte Metalle sind Gläser. Gläser aus organischen Materialien sind beispielsweise der natürliche Bernstein oder viele Kunststoffe wie Acrylglas.

    Durch sehr schnelles Abkühlen aus dem flüssigen oder gasförmigen Zustand kann nahezu jeder Stoff in ein (metastabiles) Glas überführt werden. Es gibt eine sehr große Anzahl von Gläsern verschiedener Zusammensetzungen, die aufgrund ihrer Eigenschaften von wirtschaftlichem oder wissenschaftlichem Interesse sind. Wegen der breiten Palette von Anwendungen für Gläser gibt es auch vielfältige Techniken zu deren Erzeugung und Formgebung.

    Viele dieser Techniken sind bereits sehr alt und werden – von ihrem Grundprinzip her unverändert – auch heute noch industriell umgesetzt.
    © wikipedia.org

    Material

    Natürliches Glas

    Vulkanischen Ursprungs

    Als vulkanisches Glas oder Gesteinsglas wird ein vulkanisches Gestein (oder ein Teil eines Gesteins) bezeichnet, das nicht kristallin ist, sondern im amorphen Zustand als Glas vorliegt. Dies geschieht aufgrund sehr schneller Abkühlung oder Abschreckung einer Lava oder eines Magmas, so dass keine Kristallisation stattfinden konnte. Bei vulkanischem Glas handelt es sich nicht um eine eigene Gesteinsart, sondern um ein bestimmtes Gesteinsgefüge.

    Meteoriteneinschlag Ursprung

     

    Atombombenexplosion

     

    Bergstürze

       

    Glasfusing - was ist das?

    Glasfusing beschreibt die Glasschmelztechnik, welche das Glas soweit erweicht, dass sich einzelne Teile aus Glas dauerhaft verbinden. Das Wort Fusing wird vom englischen Verb to fuse (verschmelzen) abgeleitet, im Englischen heißt es glass fusing.

    Glasfusing Glasplatte
    Glasfusing Glasplatte © www.kraeuchi.ch (bietet Kurse an)


    Das Glas wird dabei nicht geschmolzen, sondern nur so stark erweicht, dass die verwendeten Teile sich dauerhaft verbinden. Fusing ist nach bisherigem Wissenstand eine Glasverarbeitungstechnik, die bereits über 2000 Jahre alt ist. In den letzten Jahrzehnten hat sich Fusing zu einer anspruchsvollen Glasverarbeitungstechnik entwickelt, mit der exklusive Unikate in unverwechselbarem Design erstellt werden können. Diese Glasobjekte erhalten ihren besonderen Reiz durch die Lichtbrechungen und die beeindruckende Farbbrillianz der verwendeten Gläser.

    Die Bandbreite der Objekte reicht dabei von Modeschmuck über individuell gestaltete Wohnaccessoires (wie Glasschalen, Fenster- oder Wandbilder) bis hin zu individuellen Kunstobjekten. Aber auch in der Architektur hat sich Glasfusing etabliert (z. B. in Form von entsprechend gestalteten Fenstern, Türen oder Wandreliefs).

    Eine häufig verwendete Methode beim Fusing besteht darin eine Grundplatte mit Zuschnitten anderer Gläser, zerstoßenem Glas (Krösel oder Fritten), dünnen Glasstangen (Stringer) oder Glaspuder zu gestalten. Weiterhin können temperaturbeständige Gegenstände (Edelstahl, Kupfer, Silber, Gold etc.) mit dem Glas verbunden werden. Die Verbindung der verschiedenen Elemente erfolgt in einem speziellen Fusing-Ofen.

    Abhängig von der Temperatur spricht man von

    Tack fuse (Relief) 690 °C - 780 °C

    Full fuse (Vollverschmelzung) 790 °C - 840 °C

    Glasfusing Techniken
    Glasfusing Techniken (Kelly Phillips - 2016)

    Wichtige Faktoren beim Fusing sind der Ausdehnungskoeffizient (insbesondere bei mehrschichtigem Glas), da es sonst zu Spannungsrissen oder Bruch kommen kann und die Brennkurve. Wegen der physikalischen Eigenschaften ist auf die Einhaltung einer für das jeweilige Objekt berechneten Brennkurve zu achten. Die wichtigsten Faktoren zur Ermittlung dieser Brennkurve sind der Durchmesser und die Dicke des Glases.

    Nach der Verschmelzung können die noch flachen Werkstücke in einem weiteren Brennvorgang in speziellen Formen aus unglasiertem Ton oder Metall abgesenkt werden. Dabei nehmen sie deren Form an. Vielfach werden die so erstellten Glasobjekte noch weiter veredelt. Die wichtigsten Methoden dabei sind gravieren, bohren, schleifen, ätzen und sandstrahlen.
    © www.iurs.de/fusing-was-ist-das.html (nur noch im Archiv)

    Da man zuhause keinen Glasfuse-Ofen hat, bieten sich an einen Kurs zu besuchen, da man so die Technik kennenlernt und nebenbei noch einen Ofen zur Verfügung hat.