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Werkzeug und Material

Material & Werkzeug Werkzeug


Hier werden diverse Werkzeug und Materialen vorgestellt. Viele haben für uns Schweizer zwei Namen, erstens unseren Dialekt Ausdruck und den offiziellen Hochdeutschen Begriff. Das merkt man spätestens, wenn man ein Begriff in Dialekt kennt und ihn im Internet sucht und leider nicht findet. Damit man den Begriff schneller findet, hier ein kleines Lexikon, dass sich langsam ..... ausbaut ...

Aber es werde natürlich auch einige Begriffe genau erklärt, damit man weiss, wie es verwendet wird.  

Material und Werkzeuge (alphabethisch)

Material, welche teilweise auch im Werken in der Schule gelernt werden und somit eigentlich kennen sollte ツ  

Agraffen / Krampe

Eine Krampe (auch Krampen, Klampe(n), Klampfe(n); mnd. für Klammer; in der Schweiz als Agraffe, in Bayern und Österreich als U-Hakerl bezeichnet) ist ein U-förmig gebogenes oder gewinkeltes Verbindungselement.

Je nach Einsatzgebiet und gewünschter Haltbarkeit werden die Krampen aus Draht oder massiver aus Eisen oder Stahl gefertigt, wobei auch andere Materialien verwendet werden können.

Wo wird es verwendet: Agraffen / Krampe
Agraffen / Krampe
 

Meißel / Schlageisen

Der Meißel (von mittelhochdeutsch meizel) ist ein Werkzeug, das zum Trennen oder Bearbeiten unterschiedlicher Stoffe wie Stein, Metall oder auch Knochen, verwendet wird. Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug aus Stahl, das eine gehärtete keilartige Schneide sowie eine ungehärtete Schlagfläche aufweist.

Der Meißel wird immer mit Hilfe eines Hammers benutzt, damit man mehr Schlagkraft hat. Von Laien werden die Begriffe Stemmeisen und Meißel entgegen der Fachsprache auch austauschbar verwendet.

Daneben gibt es auch motorgetriebene Meißel an Abbruchhämmern, Drucklufthämmern, Abbauhämmern und Bohrhämmern.
klassischer Meißel
klassische Meißel

Meißel - Arten (©Hornbach)

Schon vor Jahrtausenden gingen passionierte Handwerker wie Du mit Hammer und Meißel zur Sache. Damals war hauptsächlich Stein Meißeln angesagt. Aber auch Knochen und Holz wurden in die Mangel genommen. Heutzutage kannst Du es sogar mit Metall und modernen Baustoffen wie Beton aufnehmen. Handarbeit ist besonders in Künstlerkreisen zwar immer noch gefragt, allerdings erledigst Du einen Großteil von Meißelarbeiten mittlerweile elektrisch.

Die unterschiedlichen Bearbeitungsmethoden klingen zwar etwas rabiat, sind aber höchst effektiv. Sie reichen vom Behauen übers Spalten bis hin zum Zermürben und Zertrümmern. Mit dem geeigneten Meißel dringst Du nicht nur bestens in Baustoffe ein, sondern kannst dort auch Kerben schlagen, Aussparungen schaffen oder Kanten säubern. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Holz und Metall im sogenannten spanenden Verfahren bearbeitet werden, beim Stein Meißeln fallen indes keine Späne an. Damit Du nach Herzenslust zuschlagen kannst, stehen Dir viele unterschiedliche Meißel zur Auswahl. Mit welchen Du was anstellen kannst, erfährst Du hier.
© hornbach.de / alle Meißel-Arten bei Hornbach erhältlich

Egal, was Du zuhause oder in Deinem Garten auf die Beine stellen willst, ums Meißeln kommst du bei vielen Projekten nicht herum. Es ist oft Teil vom großen Ganzen, um ...

  • Deinen vier Wänden einen grundlegenden neuen Anstrich zu verpassen.
  • Brech- und Stemmarbeiten erfolgreich durchzuführen.
  • Deinen Garten auf Vordermann zu bringen.
  • Haus und Hof funktional aufzurüsten.
  • Dich kreativ oder gar künstlerisch ins Zeug zu legen.
  • einfach ein paar Reparaturen durchzuführen.

  • Meißel im Überblick
    © hornbach.de
    1. Zahneisen eignen sich grundsätzlich für allgemeine Sanierungsarbeiten, für Profilarbeiten, zum Abarbeiten von Überständen im Kantenbereich sowie zur Oberflächenbearbeitung: Fugen entfernen, intakte Mauersteine aus dem Mauerwerk herausnehmen, Abschlagen von Kacheln, Fliesen, Steinplatten und weiterer Verputzlagen

    2. Fliesenmeißel eignen sich zum Entfernen von Wand- und Bodenfliesen in Bad oder Küche. Mit seiner flachen Spitze gelangst Du einfacher unter die Fliese als mit anderen Meißelarten. Das ergonomisch abgewinkelte Arbeitsende sorgt für besonders komfortables Arbeiten.

    3. Der Spitzmeißel eignet sich für verschiedene Anpassungsarbeiten bzw. Stemm- & Abbrucharbeiten in Mauerwerk und Beton, bei Fugensanierungen und beim Freilegen von Armierungen. Die gesamte Schlagkraft des Spitzmeißels wird über die spitz zulaufende Spitze auf einen bestimmten Punkt ausgeübt. Im Gegensatz zu anderen Meißelarten verfügt er damit über die höchste punktuelle Schlagkraft.

    4. Der Hohlmeißel findet beim Einziehen von Kabelrinnen und schmalen Kanälen in Beton Anwendung, z. B. bei Kabel- oder Rohrkanälen. Ein Vorteil des Hohlmeißels ist seine leichte Kröpfung. Durch diese lässt sich die Tiefe leichter konstant halten.

    5. Stockerplatte: Mithilfe von Stockermeißeln lassen sich Beton- & Asphaltoberflächen mühelos aufrauen, glätten und sanieren. Bei Bedarf und festem Untergrund lassen sie sich auch zum Ablösen von kautschukhaltigen Anstrichen verwenden. Für die Stockerplatten-Aufnahme ist ein Werkzeughalter notwendig.

    6. Stechbeitel:Mit Stechbeiteln lassen sich Holzwerkstoffe professionell bearbeiten, sodass sie hauptsächlich für allgemeine Zimmermannsarbeiten verwendet werden, z. B. zum Ausbrechen alter Fensterrahmen, Nuten und Kanäle ausstemmen, feine Holzrestaurationsarbeiten, zum Anfertigung von Holzskulpturen.

    7. Spat-/Breitmeißel:Im Gegensatz zum Flachmeißel geht die Breite des Spat-/Breitmeißels über die Schaftdicke hinaus. Damit ist das Abtragen von Material in einem größeren Umfang möglich. Deshalb eignen sie sich besonders zum Entfernen von Putz, Schmutzschichten, Fliesenkleber und anderen Anhaftungen auf der Wand, Betonüberständen von Schallungsplatten sowie bei der Stahlsanierung.

    8. FlachmeißelDer Flachmeißel eignet sich ebenso wie der Spitzmeißel insbesondere für verschiedene Anpassungsarbeiten bzw. Stemm-/ Abbrucharbeiten in Mauerwerk und Beton, sowie Fugensanierungen und zum Freilegen von Armierungen. Im Gegensatz zum Spitzmeißel wird beim Flachmeißel eine gezieltere Brechwirkung auf größerer Fläche ausgeübt. Grund dafür ist die flache Kante des Flachmeißels. Da sich die Kraftwirkung auf eine größere Fläche verteilt, ist die Schlagkraft etwas geringer als beim Spitzmeißel.

    9. Kanalmeißel:Mit dem Kanalmeißel kannst Du Kanäle ins Mauerwerk ziehen, z. B. Ziegel und Kalksandstein. Mit der Spitze lässt sich das gelöste Material gezielt abführen. Seine halbrunde Form verhindert das Ausbrechen von Seiten des Kabelkanals. Im Gegensatz zum Hohlmeißel venwendest Du den Kanalmeißel eher für weichere Baustoffe.

    10. Stampferplatte:Die Stampferplatte ist kein typischer Meißel. Sie eignet sich zum Verfestigen & Verdichten von Erdreich, Kiesbelag, Sand etc. Ebenso lässt sich mit ihr den Asphalt stopfen. Für die Stampferplatten-Aufnahme ist ein Werkzeughalter notwendig.

    11. Schaufelmeißel:Mit dem Schaufelmeißel kannst Du Garten- & Landschaftsarbeiten zu Laibe rücken, z. B. Lehm, Schotter und Schlamm abgraben oder allgemeine Straßenarbeiten ausführen.

    12. Flügelmeißel:Der Flügelmeißel ist im Prinzip so aufgebaut wie der Kanalmeißel. Er verfügt aber zusätzlich noch über angebrachte Flügel. Die Steuerung der Kanaltiefe wird durch die Auflagefläche und den Anstellwinkel erreicht. Damit lassen sich Kanälen einziehen, für Verlege- & Stemmarbeiten und zum Bearbeiten von verschiedenen Materialien wie u.a. Kalksandstein oder Ziegeln.

    13. Asphaltmeißel:Mit dem Asphaltmeißel kannst Du Asphaltbeläge sanieren oder Asphalt & hartes Erdreich durchbrechen. Für Beton ist der Asphaltmeißel ungeeignet.

    14. Erdnageleintreiber:Mit dem Erdnageleintreiber lassen sich Nägel und Heringe mühelos maschinell in den Boden einschlagen, ohne ins Schwitzen zu kommen. Häufige Verwendung findet er beim Einsatz von Blitzableitern.

    15. Fugenmeißel:Mit dem Fugenmeißel lassen sich Mauersteine entfugen, sodass sie unbeschädigt herausgenommen und ausgebessert werden können. Kann auch beim Abreißen von Kacheln und zum Entfernen von Verputzlagen verwendet werden.
     

    Hammer

    Es gibt unendlich verschiedene Hammer, hier einige zur Auswahl. Hammer
    © negnuja.ch
     

  • Fäustel
  • Der Fäustel ist ein Hammer mit eher kurzem Stiel und gedrungenem Kopf. Der Fäustel wird in der Regel nicht unmittelbar zum Bearbeiten von Werkstücken genutzt, sondern zum Schlagen von Meißeln, Holzzulagen und anderen Werkzeugen mit einem gewissen Eigengewicht. Zum Einschlagen von Nägeln eignen sich Fäustel aufgrund des kurzen Stiels weniger gut.

    Fäustel waren ein typisches Werkzeug von Steinmetzen und Steinbildhauern. Später hat sich der Begriff „Fäustel“ auch in anderen Gewerken wie Schlosser, Schmiede, Pflasterer und Zimmerer durchgesetzt. Fäustel sind mit einem Gewicht von 1,0 bis 10 kg erhältlich. Das typische Gewicht für den universellen Einsatz beträgt 1 bis 2 kg. Auch grosse, zweihändig zu führende Hämmer werden Fäustel genannt. Fäustel
    Fäustel - © lux
     

  • Klopfholz / Klüpfel / Schläger
  • Der Knüpfel, Klipfel, Klüpfel, Klöpfel oder Schlägel ist ein hammerähnliches Werkzeug aus Holz für Holz- und Steinbildhauer, Steinmetzen oder Natursteinmechaniker, Tischler, Zimmerer, Küfer und andere holzbearbeitende Berufe sowie Hufbeschlagschmiede.

    Mit einem Klopfholz klopft man z.b. auf ein Stechbeitel oder Meißel, da die Hefte (Griff) von Stemmeisen meist aus Holz sind, würden sie zu schnell zerstört werden, wenn man als Schlagwerkzeug ein Werkzeug aus Metall verwendet. In der Regel wird ein Kopf aus Hartholz (Buche oder Ahorn) gewählt, für den Stiel unter Umständen, wegen der Elastizität, Esche. Im Unterschied zu einem Holzhammer sind die Schlagflächen (Bahnen) des Klopfholzes nicht ganz parallel zum Stiel, sondern in einer Achse mit dem Handgelenk, weil die Bewegung nicht wie beim Hammer aus dem ganzen Arm oder dem Ellenbogen, sondern aus dem Handgelenk kommt.

    Das Klopfholz hat in der Regel einen eckigen Kopf. Ein vergleichbares Werkzeug mit Kopf in Form eines Kegelstumpfs ist der Knüpfel oder Klüpfel. Gelegentlich wird auch der Begriff Schlägel verwendet.

    Klüpfel / Holzhammer
    Klopfholz und Klüpfel - Bild: © wikipedia.com und © ebay.com (Rovial Shop)
    letztes Bild Klüpfel © wikipedia.org (kunststoffummantelt, Vollholz und Metall)
     

  • Schlosserhammer
  • Der Schlosserhammer ist der 'normale' Hammer in einem Haushalt.
    Schlosserhammer
    Schlosshammer - Bild: © peddinghaus.de


     

  • Vorschlaghammer
  • Ein Vorschlaghammer, auch Mottek, Bello oder Lehmann genannt[1], ist ein aus einem Hammerkopf, auch kurz Kopf genannt, und einem Stiel bestehendes Handwerkzeug. Wegen des Gewichtes seines Kopfes von 5 kg und mehr wird er beidhändig geführt und dient vor allem für grobe Arbeiten. Im Garten, Baustelle, Steinbruch....

    In Deutschland schreibt die DIN-Norm 1042 folgende Maße für Vorschlaghämmer fest:
    - Kopfgewicht: 5 bis 15 kg
    - Stiellänge: 60 bis 120 cm

    In den Hobbyläden hingegegen kann man Vorschlaghämmer schon ab 3 kg haben.

    Vorschlaghammer / Bello / Lehmann - Bild: © Peddinghaus.de
    Hammer
     

  • Zimmermann- / Latthammer
  • Der Zimmermannshammer, auch Latthammer oder Zimmererhammer, ist ein Hammer zum Einsatz im Holzbau, dieser hat auf der einen Seite eine Nagelbahn, auf der anderen eine Klaue zum herausziehen von Nägeln. Im europäischen Raum werden Zimmermannshammer verwendet, die einen Klauenzahn als Spitze verlängert haben, diese kann in Holz eingeschlagen werden, um schwere Pfetten und Sparren sicher zu bewegen.

    Die Fläche der Hammerbahn ist bei Schlaghämmern oft gerippt, um ein Abrutschen von den Nagelköpfen zu verhindern. Spezielle Hämmer für Entschalungsarbeiten haben eine glatte Bahn.wikipedia.com

    Zimmermann Hammer
    Zimmermann- / Latthammer - Bild: © picard


     

    Geiß- Kuhfuss bzw. Nageleisen oder auch Brechstange

    Ein Kuhfuß oder Nageleisen (auch Ziegenfuß, Geißfuß bzw. in österreichischen Dialekten Goashaxn oder Gashaxn) ist ein Werkzeug zum Herausziehen von eingeschlagenen Metallnägeln. Der Name leitet sich von der Form der Klauen bei Paarhufern wie Kuh bzw. Ziege („Geiß“) ab.

    Die Bezeichnung „Nageleisen“ ist mehrdeutig, da dieser Begriff auch für ein Grundwerkzeug der traditionellen Schmiedetechnik zur Herstellung von handgeschmiedeten Nägeln verwendet wird.

    Die Bezeichnung „Geißfuß“ ist ebenfalls mehrdeutig. Er wird sowohl für den Linol- als auch für den Holzschnitt verwendet. Beim Linol- und Holzschnitt sieht es wie ein Hohleisen aus, ist aber aber wie bei einem 'Geißfuss' V-Förmig (Bild Hohleisen, erstes Werkzeug).

    Geißfüße, die speziell für den kraftaufwendigeren Holzschnitt verwendet werden, sind häufig aus härterem Stahl hergestellt und haben einen längeren Griff, um ein beidhändiges Arbeiten oder den Einsatz eines Klüpfels (Holzhammer) zu ermöglichen.

    Die Bei einer Brechstange spricht man von einem Geißfuss, wenn das Brecheisen gespalten und somit ideal zum Nägel zu entfernen.
    Geißfuss



    Wo wird es verwendet:  

    Hohl- oder Rilleisen (U- und V-förmige Klingen)

    Hohleisen sind vielfältig einsetzbare Schnitzwerkzeuge: Sie dienen beim Schnitzen von Holz oder Linol vom starken Materialabtrag für die erste grobe Form bis zur feinen Ausarbeitung von Details. Mit Hohleisen können Sie Holz/Linol in freier Form gestalten, Konvexen und Konkaven herausarbeiten und Oberflächen gestalten.

    Hohleisen gibt es in gerader, gebogener, gekröpfter und umgekehrt gekröpfter Form, in vielen Schneidenbreiten und mit unterschiedlichen Stichen. Der Stich gibt die Tiefe der Wölbung des Hohleisens an und wird mit Zahlen bezeichnet – von 2, sehr flachen Eisen, bis 11, stark gewölbten Eisen.

    Hat das Hohleisen eine V-Klinge, spricht man auch von einem Geißfuss.

    Wo wird es verwendet: Linolwerkzeug
    © www.martinmeier.org

     

    Nieten, Oesen, Druckknöpfe - Was ist jetzt was?

    Oesen, Nieten, Druckknöpfe Oesen, Nieten, Druckknöpfe - Werkzeug
    © negnuja.ch - Was ist was? und wie verwende ich es?


    Wer kennt das nicht, nach Jahren sind Oesen, Nieten und Druckknöpfe in einer Schublade durcheinander gekommen. Was ist jetzt was und wie verwende ich die Werkzeuge richtig?

     

    Druckknopf

    Druckknopf
    © negnuja.ch - Druckknopf (oben für dickeren Stoff, unten für dünne,flexible Stoffe )


    Heribert Bauer hatte so manchen technischen Geistesblitz. Kluge Ideen für Erfindungen – die allerdings nie in Serie gingen. Auch nicht die Idee für einen Druckknopf, den er am 5. März 1885 vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin patentieren ließ. Dieser war dazu bestimmt, „das Öffnen und Schließen der Herrenhosen mit Latz zu vereinfachen". So steht es in der Patenturkunde.

    In einer Zeit, in der die Textilindustrie boomte, war dies eigentlich eine bahnbrechende Erfindung, da das Nähen von Knopflöchern dadurch wegfiel. Allerdings hakte es noch an manchen Feinheiten. Der Schnellverschluss rostete schnell und öffnete sich in den unpassendsten Augenblicken – ein Malheur für den Hosenlatzträger.

    Der Kurzwarenfabrikant Hans Prym aus dem rheinischen Stolberg nahm sich schließlich der Sache an: Er kam 1903 auf die Idee, den Druckknopf im oberen Teil mit einer elastischen rostfreien Feder auszustatten, in die der Noppen des unteren Teils mit einem Klick einrastet. Mithilfe eines s-förmigen Bronzedrahts konnte die Verschlusskraft dosiert werden.

    Anders als Heribert Bauer brachte Hans Prym auch das kaufmännische Verständnis mit, um den Druckknopf zu vermarkten: Mit Preisausschreiben, kunstvoll gestalteten Karten, Sammelmarken, Rabattsystemen und Kinowerbung machte er ihn weltweit bekannt. Noch heute zählt das Familienunternehmen Prym nach eigenen Angaben zu den weltweit größten Druckknopf-Herstellern. Die Knöpfe sind in vielen Variationen erhältlich und dienen als praktisches und gleichzeitig modisches Accessoire. © daidalos.blog

    Material und Anwendung

  • Leder, Stoff
  • 4 verschiedene Teile für den Druckknopf
  • Lochzange oder Einschlag-Werkzeug
  • Stanzwerkzeug oder Schlagstempel
  • Hammer oder Zange
  • Unterteil oder Metallmatrize (Metall oder Plastik)
  •  
    Beispiel mit Hammer und Schlagstempel für dicker Stoff, Leder usw.
    Druckknopf
    Druckknopf


     
    Beispiel mit Hammer und Schlagstempel für dünne, flexible Stoffe

    Je nach Dicke des Stoffes bzw. Material, benutzt man andere Druckknöpfe. Ist der Stoff dünn und flexible (Trikot, Jersey usw.), verwendet man Druckknöpfe, bei welchen vorgängig keine Löcher in den Stoff geschlagen werden müssen, sondern verwendet die Druckknöpfe mit den gezackte Gegenstücke (nächstes Beispiel). Die Zacken stossen sich hier direkt durch den Stoff und fixieren sich selber im Stoff.

    Zieht man, nachdem man ein Loch gemacht hat, etwas am dünnen flexiblen Stoffen hin und her, wird die Öse ohne Zacken schnell herausfallen.

    Druckknopf
    © negnuja.ch - Migros Druckknopf (Nr. 8361.279 Ø 11mm) Anleitung (alternativ Prym Jersey Knöpfe)


    Wenn man die Druckknöpfe zusammen setzt, ist ein gutes Auge gefragt, damit man die einzelne Teile richtig miteinander verbindet. Beim oberen Beispiel ist es das Teil B oder das zweitoberste Teil auf der Anleitung. Deshalb hier eine Grossaufnahme des Artikel B. Die Rillen / Zacken müssen sichtbar sein. Leicht kann man auch beim inneren Ring die einzelen gebogenen Rundungen sehen. Dieses Seite muss gegen die Zacken bzw. Stoff schauen.
    Druckknopf
    © negnuja.ch - beim rechten B-Teil sind die Zacken gut sichtbar. Auch ist der innere Ring in regelmässigen Abständen eingeschnitten.


     

    Nieten

    Nieten sind eigentlich ein Verbindungselement. Sie verbinden meistens flach aufeinander liegenden Materialien (z.B. Leder, Blech, Kunststoff, Baumwollstoffe usw.)

    Alle kennen sicher die Vollnieten im Schiffbau oder am Eifelturm. Das Vernieten mittels Vollnieten ist hierbei eine der ältesten Techniken zur Verbindung zweier Werkstoffe. Vollnieten werden sowohl mittels Kaltverformung als auch geschmiedet (warm verformt) im Pressverfahren hergestellt, weshalb Sie eine hohe Festigkeit und Belastungsgrenze aufweisen. Der Einsatz von Vollnieten ist heute im Schiffsbau, Flugzeugbau und auch bei der Herstellung anderer Maschinen im Schwerlast Bereich nicht mehr wegzudenken.

    Vollnieten beim Schiffsbau
    © wikipedia.com


     

    Nietenknopf / Jeans-Knöpfe

    Wer Jeanshosen und Jeansjacken trägt, hat häufig Kontakt mit diesem Knopf. Der Nietenknopf wird bei Denim und Cord eingesetzt. Er ist häufig in Arbeiterhosen zu finden, da er besonders robust ist. Dabei zeigt er sich aus Metall ohne Faden. So kann dieser Faden nicht reißen. In der Lederbekleidung wird er ebenso verwendet, da das Leder durch die große Auflagefläche des Knopfes weniger schnell reißen kann.

    An den Jeans gibt es aber nicht nur Nietenknöpfe, sondern ganz viele Nieten => an den Jeanstaschen. Dieses Detail geht auf die Ursprünge des Denim zurück. Das Baumwollmaterial an sich ist zwar schon extrem strapazierfähig, der Schneider Jacob Davis wollte die Hosen aber für den Einsatz bei Arbeitern nochmal zusätzlich verstärken. Und zwar so, dass in den Taschen auch Werkzeuge transportiert werden konnten, ohne dass akute Reiß-Gefahr bestand. Und weil Werkzeuge mitunter sehr schwer sein können, musste eine robuste Lösung her. © jeans-meile.de & © stylebook.de

    Die Jeans-Knöpfe sind nur für feste, etwas dickere Stoffe, immer zweilagig, geeignet, ansonst reissen sie aus.  
  • Jeans-Knöpfe Classisch (mit Pin)

  • Beim classischen Jeans-Knopf wird der Pin von vorne oder hinten durch den Stoff in den Knopf gestossen. Mit einem kräftigen Hammerstoss verbinden sich die Teile und sitzen fest im Stoff.

    Es gibt zwei Varianten, wie man an seine Hosen einen Jeans Knopf nietet. Die zwei Varianten unterscheiden sich schlussendlich nur am äusseren Erscheinungsbild. Will man vorne einen glatten Jeans Knopf (zweite Variante) oder einen Knopf, welcher in der Mitte etwas tiefer ist (erste Variante).
    Jeans Knopf - nieten von vorne (Knopfmitte etwas tiefer)
    Manchmal ist ein kleines Loch notwendig (Ahle), damit der Pin von hinten gut durchgestossen werden kann. Jetzt setzt man den Knopf vorne über den Pin (in der Hose) und setzt den richtigen Schlagstempel und schlägt mit dem Hammer schön im 90° Winkel darauf.

    Jeans Knopf
    © grandado.com & Original Prym Jeans Set Nr. 622 239


    Jeans Knopf - nieten von hinten (einen ebenen Knopf)
    Soll der sichtbare Jeans-Knopf eben mit evtl. einem schönen Aufdruck sein, dann muss man den Knopf von hinten nieten. Entweder verwendet man das mitgelieferte Toolkit oder setzt die notwendigen Aufsätze direkt in die Zange.

    Jeans Knopf
    © Original Prym Jeans Set Nr. 622 241


     
  • Jeans-Knöpfe zum Schrauben

  • Heute gibt es viele neue Möglichkeiten und die schraubbaren Jeans-Knöpfe sind sicher eine gut Sache. Vorallem sind einem die Hosen auf einmal zu eng oder zu weit, kann man die Jeans-Knöpfe gut verschieben und neu platzieren. Jeans Knopf zum Schrauben
    Jeans Knöpfe zum Schrauben


     
  • Jeans-Knöpfe im Stecksystem oder Jeansnadel

  • Die neuste Erfindung ist aber sicher die Jeansnadel, welche ungefähr wie ein Ohrstecker funktioniert. Vordem Stoff ist der Knopf und hinten der Pin bzw. Stecker, welcher einfach mit Hilfe einer runden Scheibe schnell entfernt oder wieder neu aufgesteckt wird. Wie fest sie wirklich zusammen stecken, ist sicher je nach Modell verschieden. Einige Nadel überstehen eine Wäsche problemlos, bei andern könnte die Jeansnadel vielleicht verschwinden. Der Vorteil ist sicher, die Nadel kann jederzeit, also nach dem Essen, etwas verschoben werden, so dass die Hosen nicht mehr eng sind.

    Ich habe die Nadel nie selber ausprobiert, deshalb frage ich mich natürlich schon, ist diese Jeans Nadel in den Jeans wirklich bequem? Denn hinten hat es ja immerhin einen Stecker, welche je nach Modell 5-7mm raussteht. Bei einer Tasche oder einem Mantel sehe ich hier ein Problem, aber in der Hose???

    Jeans Knopf - Jeans Nadel
    Jeansnadel / © amazon.de


     

    Hohlnieten bzw. Ziernieten

    Die Hohlnieten sind für das vernieten von Leder gedacht. Es gibt sie in diversen Grössen und Höhen für verschiedene Dicken von Leder. Der Unterteil (Stift) ist hohl, der Oberteil (Kopf) ist leicht gewölbt.

    Sie werden einfach mittels Hammer, Zange und einer Metallunterlage ins Leder geschlagen. Zuerst sollte man an einem Resttück etwas üben, damit man nicht das Werkstück beschädigt. Filigrane Ziernieten brechen leicht, wenn man nicht sehr vorsichtig ist.

    Hohlnieten
    Hohl- bzw. Ziernieten / © prym.de


     

    Oesen

    Ösen werden in vielen Bereichen eingesetzt und dienen als Durchführungen für Kordeln und Bänder, zum Verbinden von Materialien, Bastelarbeiten oder als Dekorationen. Die Ösen lassen sich mit dem passenden Werkzeug auf Stoff, Plane, Leder oder Pappe befestigen. Die Ösen bestehen aus Eisen, Messing und sind in verschiedenen Farben sowie mit unterschiedlichen Innenmaßen erhältlich. Die Ösen sollten so fest angebracht werden, dass sie sich nicht mehr drehen – das vermeidet ein Ablösen der Öse, wenn der Stoff gestrafft wird.  
    Oesen 2-teilig (Ösen mit Scheiben)
    Oesen 2-teilig Anleitung
    Starrere Schlag-Stempel für grösse Ösen & ein faltbarer Schlag-Stempel für kleinere Ösen
    Oesen 2-teilig Anleitung
    Oesen mit Scheiben / 2-Teilig - Bild © negnuja.ch


    Beim roten Stoff wurde mit einem starren Schlag-Stempel und Hammer die Ösen befestigt. Sollte kein 90° Winkel mit einem faltbaren Schlagstempel oder der Zange erreicht werden, unbedingt die Ösen mit einem starren Schlag-Stempel (Bild oben links) befestigen. Der grüne Stoff zeigt kleinere Ösen und diese können ohne Probleme mit den gefaltenen Schlag Stempel oder einer Zange befestigt werden.
    Oesen mit Scheiben / 2-teilig
    Oesen mit Scheiben / 2-Teilig / 2 Variante - Bild © negnuja.ch


    Wie immer ist es schwer, anhand den Anleitungen sofort zu verstehen, wie die Öse und die Scheiben wirklich zusammen kommen. Hier noch einmal eine Anleitung, die alles Wichtige zeigt.

  • Offene Rille immer Richtung Öse bzw. Stoff

  • die Schlag Stempel (Einsätze) können einfach beim faltenbarem Plastik Werkzeug (Icon Hammer) oder bei der Zange eingesetzt werden. (Grösse der Öse beachten)

  • Oesen 2-teilig Anleitung
    Oesen mit Scheiben / genau Anleitung - Bild © negnuja.ch


     
    Oesen ohne Scheiben (zur Dekoration)

    Ösen ohne Scheiben sind meistens nur ca. 4mm gross und somit eher die Ösen 'light' Variante. Will man stabile Ösen oder grössere Ösen anbringen, sollte man deshalb auf die Ösen mit Scheiben wechseln. Oesen ohne Scheiben
    Oesen ohne Scheiben - Bild © negnuja.ch


    Die Oesen ohne Scheiben sind ideale einseitige Verschönerungen für Lederware, Stoffware oder Papier .... und sie sollten keine wirklich Funktion erfüllen müssen, sondern sind einfach eine Dekoration. Ob auf Papier, Stoff oder Karton, eine Oese ist immer ein zusätzlicher Hingucker. Sollte die Öse auf zwei Seiten sehr gut aussehen, würde ich hier auch wieder auf die Ösen mit Scheiben wechseln, das selbe auch, wenn wirklich eine Schnur oder Seil durch die Ösen gezogen werden muss.

    MERKE, Ösen ohne Scheiben sind hauptsächlich zum DEKORIEREN!  

    Material

    Wenn man eine Druckknopf / Nieten / Ösen Packung kauft, sind normalerweise alle notwendigen Teile dabei, so dass man sofort loslegen kann. Mit den Jahren hat man dann immer mehr Aufsätze oder Zubehör, so dass man bald einmal den Überblick verliert. Hier die wichtigsten Zubehör Teile.  

  • Unterlage oder Metallmatrize
  • Damit die Tischplatte geschohnt wird, verwendet man eine Unterlage bzw. Metallmatrize. Einige Metallmatrize (rechts) haben auf beiden Seite ein anderes Profil, so dass Knopf, Oese usw. richtig eingepasst werden. Es ist deshalb wichtig, dass man die richtigen Matrizen verwendet.

    Die Kunststoffmatrize ist speziell geeignet für die lackierten Kappen! Bei einer Metallmatrize könnte der Lack abplatzen !!

    Metallmatrize
    © negnuja.ch - Metallmatrize oder Unterlage


    Bei folgendem Beispiel erkennt man anhand den unteren Druckknopf Grösse, dass hier das Profil auf der Zange oder auf der Metallmatrize (runde Scheibe) nur für den grösseren Druckknopf passt. Also einfach mit etwas gesunden Verstand die Teile nutzen.

    Richtige Grösse für die Aufsätze
    © negnuja.ch - Stimmt der Aufsatz?


     

  • Lochzange oder Lochstanzer
  • Bei Nieten, Oesen und einige Druckknöpfe muss vorgängig ein Loch in den Stoff gestanzt werden. Ob jetzt die Lochzange oder ein Lochstanzwerkzeug verwendet wird, spielt schlussendlich keine Rolle.

    Lochzange
    © negnuja.ch - Lochzange, auch für Papier sehr gut geeignet


    Lochwerkzeug
    © negnuja.ch - Diverses Lochwerkzeug (Lochzange oder Lochstanzer mit dem Hammer)
     
    Zangen
    Eigentlich könnte man meinen, eine Zange ist eine Zange und alle Einsätze passen. Aber bei vielen Niet-Zangen kann man nur beschränkt die Einsätze wechseln und ob dann die Einsätze einer anderen Marke passt, ist sehr ungewiss. Also sollte man sich am Anfang für ein System entscheidet. Prym hat sicher das grösste und vielfältigste Auswahl, ist aber sicher auch etwas teuerer.

    Zangen
    © Strima / © Hornbach / © Vario Prym Zangen


     
    Prym Dreifuß Schlagwerkzeug - Stativ Werkzeug
    Prym Dreifuß Schlagwerkzeug- Stativ Werkzeug
    © Prym Dreifuß - Stativ Werkzeug


    Der Dreifuß von Prym ist ein praktisches Utensil zum Anbringen von Nähfrei-Knöpfen und Ösen an Stellen, die weit vom Stoffrand entfernt sind. Durch seine drei Beine stabil im Stand, können mit dem Dreifuß Nieten, Ösen, Jeansknöpfe und Druckknöpfe präzise an jeder beliebigen Stelle auf dem Stoff angebracht werden. Der Teller des Dreifußes wird unter das Material geschoben – das Oberteil kommt oben in den Dreifuß. Die Werkzeuge aus der jeweiligen Packung müssen dazu in den Teller und das Oberteil geschoben werden.

    Der Druckknopf wird mit einem Hammer, idealerweise aus Gummi, vernietet. Aufgrund seines ergonomischen Designs wurde das hilfreiche Nietwerkzeug sogar mit dem bekannten Red Dot Design Award 2015 ausgezeichnet. Der Dreifuß lässt sich für alle Nähfrei-Knöpfe und Ösen nutzen, mit Ausnahme von ʹColor Snapsʹ und 11 und 14 mm Ösen!

  • Leichte Verarbeitung von Prym Nähfrei-Artikeln - auch weit vom Stoffrand entfernt
  • Für alle Prym Nähfrei-Artikel wie Ösen, Druckknöpfe außer ʹColor Snapsʹ
  • Zielgenaue Positionierung der Nähfreiprodukte
  •  
    Prym Aufsätze
    Am Besten bewahrt man alle Anleitungen auf, so dass man ungefähr weiss, was man wann benötigt. Wenn man einen guten Überblick erhalten will, kann man auf dem Prym YouTube Kanal unzählige Filme finden, welche wortlos die Vario-Zange, Druckknopf, Oesen oder Nieten Informationen gut erklären.

    Viele Einsätze können wahlweise auf einer Zange, Plastik Stanzschienen oder neu einem Dreifuß (Prym Stativ Werkzeug) eingesetzt werden. Damit man aber auch weiß, wo welche Einzsätze passen, hat Prym auf jeder neuen Packung, egal ob Ösen, Nieten usw. klar gekennzeichnet, wo sie eingesetzt werden können.

    Prym Info über Stanzmöglichkeiten
    1/ Prym plastik Stanzschienen, starr oder faltbar, welche immer den Sets beiliegen, hier braucht man einen Hammer
    2/ Prym Zangen, mit den richtigen Aufsätzen, welche in den Set beiliegen, einfach anzuwenden
    3/ Prym Dreifuß Schlagwerkzeug, ein Stativ Werkzeug, welche einem die Möglichkeit gibt, nicht nur am Rand, sondern auch mitten im Stoff Nieten, Oesen usw. einzuschlagen.
    © prym


    Prym Aufsatz
    © Prym - Druckknopf Aufsatz


    Prym Aufsatz
    © Prym - Druckknopf 'Jersey' Aufsatz


    Prym Aufsatz
    © Prym - Jeansknopf Aufsatz - glatte Oberfläche (von hinten hämmern)


    Prym Aufsatz
    © Prym - Jeansknopf Aufsatz - Knopf in der Mitte eine Vertiefung (von vorne hämmern)


    Prym Aufsatz
    © Prym - Lochwerkeug Set


    Prym Aufsatz
    © Prym - Prym Hebel - Hilfsmittel


    Das blaue bzw. hellblaue Plastikteil hilft beim Entfernen der Aufsätze und hält die Zange bei Nichtgebrauch zusammen.

    Hier noch einige Kataloge - Anleitungen von Prym zum Thema Ösen, Nieten, Druckknöpfe

  • Prym Ösen, Nieten, Knöpfe Sortiment
  • Prym - Hosenhaken Anleitung
  • Prym - Vario Zange Anleitung
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    Schnitz- Konturmesser

    Es gibt im europäischen Raum ca. 15 -20 verschiedene Schnitzmesserformen. Speziell für den Kerbschnitt benötigt man Messer mit breiteren Klingen. Zum Figurenschnitzen kann fast jedes Messer genutzt werden. Welches Messer man letztendlich nutzt hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Meist benutzt man ein Detail-, Fuchs-, oder Rosenmesser. Diese haben eine gerade Klinge und sind circa 3 bis 4 cm lang. © www.messer-portal.com

    Wo wird es verwendet: Schnitzmesser
    Bild: © elke-rehder.de

     

    Standplättchen (Kerzenziehen)

    Standplättchen sind Halterungen von Docht auf einem Aluplättchen. Ideal für Kokosnusskerze oder Teelichter. Docht mit Standplättchen  

    Stechbeitel

    Stemmeisen oder Stechbeitel haben schmale gerade Klingen, die an der Vorderseite eine Fase von ca. 30-35° haben. Werkzeugbreiten bis 40 mm sind erhältlich. Diese Eisen finden bei Zimmerleuten und Schreinern Verwendung. Damit werden z.B. Schlitze oder Zapfen zur Holzverbindung gearbeitet oder gesägte Verbindungen nachgearbeitet. Da diese Werkzeuge häufig für unterschiedliche, meist harte Hölzer genutzt und mit dem Hammer getrieben werden, benötigt die stabile Schneide den 30-35° Schneidwinkel. © www.messer-portal.com

    Wo wird es verwendet: Stechbeitel
    Bild: © pfeiltools.ch


     

    Güffeli / Stecknadeln

    Es gibt in der Zwischenzeit diverse 'Güfeli' Stecknadeln. Alle kennen sicher die Glaskopf-Stecknadeln mit dem farbigen Kopf am Ende. Die älteren Stecknadeln mit dem Stahlkopf kennen wir sicher noch von unsere Mutter oder Grossmutter. Im normalen Haushalt hat sicher jeder die Glaskopf Stecknadeln von einer Länge von 30mm. Für diverse Handarbeitsarbeiten kennt man auch die längere Glaskopf Stecknadeln von einer Länge von 48mm, diese wird für Makramee (Bild ganz links) oder Klöppeln bevorzugt verwendet.

    Beim Quilling sollte man allerdings andere Stecknadeln verwenden als für die normale Handarbeit, da diese oft Klebstoff Rückstände haben können, wenn man Quilling Bilder herstellt.

    Weitere Informationen:
    Werkzeug Info mit kleinem E-Book Ratgeber (pdf) - © baumarkt.net