Naturmaterial & Co. - Beispiele
Heutier - Beispiel Schaf
Bei der Wahl des Wunschtieres sollte man überlegen, welche Formen man einfach formen kann. Die Heutiere leben von der äusseren Form, also Details wie feine Schwanzfedern, schlanke Beine kommen
hier nur zur Geltung, wenn sie mit einem Holzstück oder Laub usw. hervorgehoben werden. Ideal sind mittelgrosse Tiere wie Ganz, Sau, Ente, Hase, Jungtiere usw.
Material
Der Grösse entsprechend notwendige Menge suchen. Sobald man angefangen hat, kann man ungefähr einschätzen, wieviel notwendig ist.
Holzäste in der Grösse des gewünschten Tieres
genug Jutegarn / Juteschnur / Juteseil / Jutezwirn
Augen (z.B. selber herstellen mit Fimo)
viel Heu / Stroh
Eine Schleife mit Glocke
Vorbereitung
Je grösser das Tier ist, umso eher braucht es eine innere Form zum Stabilisieren. Am Besten eignet sich als Gerüst ein Holzstück oder man flechtet viele dünne Holzäste zusammen.

Bild: negnuja.ch
Anfang - erstes Heu Lage
Jetzt legt man die erste Heu Lage (oder am Anfang Stroh) an das Holz und umwickelt es mit
Jutegarn / Jute Schnur / Jute Seil / Jutezwirn. Bei der Schnur ja
nicht geizig sein, damit das Heu satt am Holzstück befestigt wird, immer schön straff mit der Juteschnur umwickeln. Achtung, die Juteschnur ist stabiler bei einem geraden Zug.
Also nicht zu satt den Knoten am Anfang anziehen, ansonst reisst sie sofort. Aber auch hier zählt - Übung macht den Meister.
Bild: negnuja.ch
Weiterverarbeitung
Für das Ohr nimmt man z.B. ein Büschel Heu und faltet es in der Mitte zusammen, anschliessend wird es mit der Schnur am Körper befestigt. Auch den Kopf formt man, indem man ein Büschel zusätzlich
auf der Seite des Kopfes an zurrt. Damit das Tier nicht zu struppig aussieht, immer wieder das Heu mit der Juteschnur glatt umwickeln.
Das Schaf hat oben am Kopf ein Fellbüschel, dass kann man hier zum Beispiel mit Moos oder kürzeren Gras/Heu Stücken hervorheben. An den Füssen müssen die Holzäste nicht umwickelt werden,
so steht das Tier länger im Trocknen und hält länger.
Bild: negnuja.ch
Ende - der Abschluss
Das Schaf hat sehr spezielle Augen, also kann man hier nicht einfach ein Knopf oder Holzperle verwenden. Ideal ist hier sicher Fimo, da man sein Wunschauge in der Farbe oder Grösse selber wählen
kann. Diese mit einem Sternfaden oder Perlfaden am Kopf befestigen.
Ganz zum Schluss legt man dem Schaf eine Schlaufe mit einer Glocke an.
Wenn das Tier im Schärmen draussen steht, lebt es länger!!

Bild: negnuja.ch
Holz - Ast-Mannen/Tiere
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Material:
Für die 'Ascht Manne/Tier' braucht man sehr wenig Material. Es müssen keine 'lebende' Bäume bzw. Äste abgesägt werden, es gibt genug 'totes' Holz im Wald!
- diverse Äste (Rugeli) Ø 5 - 8 cm / Länge ca. 20cm
- diverse Äste (Rugeli) Ø 1,5 - 4 cm (für die Augen)
- einige Knöpfe, Federn usw.
- Heisskleber
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Anleitung:
Man sägt die Wunschlänge des Astes (Höhe ca. 15cm) zu, die Standseite sollte wirklich flach sein, sonst steht der Ast-Mann später nicht schön. Von der gleichen Astdicke sägt man noch ein
ca. 0,8cm breites Rugeli für den Kopf ab. Will man die Augen betonen, sägt man noch zwei gleichgrosse flache Rugeli ab. Dieses kleineren Augenrugeli sollten etwas grösser als die
gewünschten Knopfaugen sein. Für die Arme sägt man längs etwas Rinde (ca. 7cm lang) ab, ob jetzt vom gleichen Holz oder nicht, ist nicht so wichtig. Je mehr Struktur die Rinde hat,
umso lebendiger erscheinen die Arme. Bei Tannenhölzer muss man sich nur bewusst sein, das die ganze Sache sehr harzig werden kann. Also sollte man sich überlegen, steht der Mann später
im Haus oder im Garten, stören hier Harzflecken!
Für den letzten Schliff nimmt man jetzt die richtigen Knöpfe, die passende Feder, Restholz für Augenbrauen, Nasen oder Ohren (Tier). Hat man alles 'trocken' zusammen gelegt, kann jetzt alles
mit dem Heisskleber befestigt werden!
Varianten:
- Findet man Holz-Rugeli mit abstehenden Ästen, kann man diese direkt als Arme oder Beine verwenden. Es wird nur etwas länger gehen, dieses Rugeli durchzusägen. Aber die Wirkung ist dafür später
sehr schön.
- Wünscht man buntere Ast Mannen, können dieses natürlich mit Farben oder Stoffresten verziert werden.